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Katastrophaler Schmerz im Zusammenhang mit Schmerzbehinderung

von NFI Redaktion

Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass bei Patienten mit Endometriose Schmerzkatastrophe und Schmerzbehinderung sich gegenseitig beeinflussen.

Die Datenanalyse von fast 700 Patientinnen mit Endometriose aus einer internationalen Längsschnittstudie ergab, dass ein höherer Score auf der Pain Catastrophizing Scale (PCS) signifikant mit höheren Schmerzintensitätswerten und höheren Scores im Pain Disability Index (PDI) korrelierte.

Studienautorin Caroline F. Pukall, PhD, Professorin für Psychologie an der Queens University in Kingston, Ontario, erklärte, dass psychologische Behandlungen, die insbesondere auf die Entkatastrophierung abzielen, die Ergebnisse positiv beeinflussen können.

Foto von Caroline Pukall
Caroline Pukall

Die Ergebnisse wurden im Journal of Obstetrics and Gynecology Canada online veröffentlicht.

Klinisch relevante Katastrophisierung

Die Forscher analysierten die Daten von 686 Patienten mit selbstberichteter Endometriose-Diagnose und fanden unter anderem heraus, dass eine mäßige oder höhere Schmerzintensität mit einem erhöhten Grad an Schmerzbehinderung und Schmerzkatastrophe verbunden war.

Die Ergebnisse deuteten darauf hin, dass eine umfassende biopsychosoziale Bewertung von Endometriose-Patienten notwendig ist, um die Auswirkungen angemessen zu bewerten und behandeln zu können.

Ganzheitliche multidisziplinäre Teams

Der Direktor für minimalinvasive gynäkologische Chirurgie am MedStar Washington Hospital Center, Dr. James Robinson, betonte die Bedeutung ganzheitlicher multidisziplinärer Teams, die psychosoziale Aspekte von chronischen Schmerzen bei Endometriose-Patienten erkennen und entsprechend behandeln können.

Foto von James Robinson
James Robinson, MD

Dr. Robinson merkte an, dass die Behandlung psychosozialer Aspekte ebenso wichtig ist wie die Behandlung der körperlichen Schmerzursachen.

Er betonte auch die Notwendigkeit von Behandlungsplänen, die Schmerzpsychologie, psychotherapeutische Beratung, Beckenbodenphysiotherapie und alternative Ansätze zur Bewältigung psychosozialer Auswirkungen umfassen.

Die Studie wurde von den Canadian Institutes of Health Research und der International Society for the Study of Women's Sexual Health finanziert. Pukall ist Forschungsberaterin für Initiator Pharma und klinische Beraterin für Pelva Health. Sie erhielt außerdem Lizenzgebühren von Oxford University Press für ein von ihr herausgegebenes Lehrbuch. Sie erhielt Forschungsgelder von den Canadian Institutes of Health Research und der International Society for the Study of Women's Sexual Health. Robinson meldete keine Interessenkonflikte.

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