Home Medizin Kann eine Eisenergänzung vor Zöliakie schützen?

Kann eine Eisenergänzung vor Zöliakie schützen?

von NFI Redaktion

OBERSTEN ZEILE:

Neue Daten deuten darauf hin, dass genetisch niedrigere Eisenwerte mit einem erhöhten Risiko für Zöliakie verbunden sind, was die Möglichkeit aufzeigt, die Krankheit möglicherweise zu verhindern.

METHODIK:

  • Es wurde vermutet, dass Eisenmangel, der bei Zöliakie häufig vorkommt, ein umweltbedingter Auslöser für die zunehmend häufig auftretende Krankheit ist.
  • Um dies zu untersuchen, führten die Forscher eine Mendelsche Randomisierungsstudie durch, um den Zusammenhang zwischen Einzelnukleotidpolymorphismen (SNPs), die mit dem Eisenstatus verbunden sind, und dem Vorliegen einer Zöliakie zu untersuchen.
  • Die SNPs wurden aus einer Metaanalyse von drei genomweiten Assoziationsstudien ermittelt und anhand der Daten von 336.638 White UK Biobank-Teilnehmern bewertet, darunter 1855 mit Zöliakie, auf ihren Zusammenhang mit Zöliakie untersucht.

WEGBRINGEN:

  • Vier SNPs wurden stark und unabhängig voneinander mit dem systemischen Eisenstatus in Verbindung gebracht, wobei keiner mit bekannten Risikofaktoren für Zöliakie verbunden war.
  • Ein höherer Eisenstatus war negativ mit dem Risiko einer Zöliakie assoziiert (Odds Ratio pro 1 Standardabweichung des Serumeisens: 0,65).
  • Die Mendelsche Randomisierungsanalyse stützt sich auf SNPs, die mit dem Eisenstatus assoziiert sind, und deutet auf einen ursächlichen Effekt von Eisenmangel auf die Entwicklung einer Zöliakie hin.

IN DER PRAXIS:

Die Autoren schreiben, „Diese Ergebnisse legen nahe, dass eine Eisenergänzung bei ausgewählten Personen einen potenziellen Schutzeffekt gegen die Entwicklung einer Zöliakie haben könnte.“

QUELLE:

Die Studie, veröffentlicht von der Erstautorin Isabel A. Hujoel, MD, einer Gastroenterologin an der University of Washington, Seattle, wurde am 4. Januar 2024 online im BMJ Offene Gastroenterologie veröffentlicht.

EINSCHRÄNKUNGEN:

Die Verwendung eines PheCodes zur Identifizierung von Zöliakiefällen könnte zu Fehlklassifizierungen führen. Die Mendelsche Randomisierung bietet einen gewissen Schutz vor Verzerrungen, ist jedoch nicht völlig unangreifbar.

OFFENLEGUNG:

Die Studie wurde nicht spezifisch finanziert, und die Autoren gaben an, dass keine Interessenkonflikte bestehen.

Related Posts

Adblock Detected

Please support us by disabling your AdBlocker extension from your browsers for our website.