Home Medizin Kanadische Studie beleuchtet die Synergie zwischen Impfstoff und Infektion

Kanadische Studie beleuchtet die Synergie zwischen Impfstoff und Infektion

von NFI Redaktion

In einer aktuellen Preprint*-Studie, die im veröffentlicht wurde medRxiv Server untersuchte ein Forscherteam die Auswirkungen der Hybridimmunität (eine Kombination aus Impfung und Genesung nach einer Infektion) auf die Antikörperspiegel gegen das schwere akute respiratorische Syndrom Coronavirus 2 (SARS-CoV-2) bei kanadischen Erwachsenen. Studie: Hybride Immunität durch SARS-CoV-2-Infektion und Impfung bei kanadischen Erwachsenen: Kohortenstudie. Bildnachweis: Lightspring / Shutterstock

*Wichtiger Hinweis: medRxiv veröffentlicht vorläufige wissenschaftliche Berichte, die nicht von Experten begutachtet werden und daher nicht als schlüssig angesehen werden sollten, als Leitfaden für die klinische Praxis/gesundheitsbezogenes Verhalten dienen oder als etablierte Informationen behandelt werden sollten.

Hintergrund: Ende 2021 und Anfang 2022 verbreitete sich die Omicron BA.1/1.1-Variante von SARS-CoV-2 weltweit. In diesem Zeitraum reduzierte die Hybridimmunität die Morbidität und Mortalität der Coronavirus-Krankheit 2019 (COVID-19) im Vergleich zu den Vorjahren deutlich.

Die hybride Immunität bietet einen teilweisen Schutz vor einer erneuten Infektion und eine robustere Abwehr gegen schwerwiegende Folgen. Die meisten Studien konzentrieren sich jedoch auf Patienten im Krankenhaus oder auf Patienten, die mittels Polymerase-Kettenreaktion (PCR) getestet wurden, und spiegeln nicht die Allgemeinbevölkerung wider.

Diese Lücke erschwert das Verständnis der Langlebigkeit und Wirksamkeit der Hybridimmunität. Weitere Forschung ist erforderlich, um die langfristige Dynamik und Wirksamkeit der Hybridimmunität auf Bevölkerungsebene zu verstehen, insbesondere unter Berücksichtigung unterschiedlicher Infektions- und Impfverläufe beim Übergang von der Pandemie zur endemischen Behandlung von COVID-19.

Über die Studie: Die vorliegende Studie, die zwischen Mai 2020 und Dezember 2022 durchgeführt wurde, umfasste serielle Bewertungen von SARS-CoV-2-Antikörpern in einer Kohorte größtenteils geimpfter kanadischer Erwachsener, die über eine nationale Online-Umfrageplatform rekrutiert wurden. Die Teilnehmer meldeten ihre durch Virustests bestätigten Infektionen und schickten selbst gesammelte getrocknete Blutflecken zur Analyse an ein Zentrallabor. Die Studie konzentrierte sich auf die Schätzung der kumulativen Inzidenz von SARS-CoV-2 vor und während der Omicron-Wellen BA.1/1.1 und BA.2/5 sowie auf Veränderungen der Antikörperspiegel und altersspezifischen Immunitätsniveaus.

Studienergebnisse: In der Studie zeigten Menschen, die zuvor eine SARS-CoV-2-Infektion hatten, unabhängig von der Anzahl der erhaltenen Impfdosen mehr Spike-Protein als diejenigen, bei denen dies nicht der Fall war. Dieses Muster war bei verschiedenen Bevölkerungsgruppen konsistent, einschließlich Altersgruppen, Geschlecht und ethnischer Zugehörigkeit. Besonders bemerkenswert war die Feststellung, dass bei Erwachsenen, die mindestens drei Impfungen erhalten hatten und mehr als ein halbes Jahr zuvor krank waren, Spitzenwerte auftraten, die schnell abfielen und nach der Impfung neun Monate lang weiter sanken.

Die Forschung zeigte auch, dass neue Impfstoffe dazu beitrugen, den Rückgang der Spitzenwerte bei älteren Krankheiten zu stoppen. Bei manchen Menschen hing der Spiegel der Spike-Antikörper mit der Reaktion ihrer Zellen zusammen.

Schlussfolgerungen: Die Studie unterstreicht den schützenden Charakter der Hybridimmunität gegen SARS-CoV-2 auf Bevölkerungsebene, wobei der Schwerpunkt auf kanadischen Erwachsenen liegt. Trotz der hohen Infektionsrate waren die Sterblichkeitsraten während Omicron BA.2 und BA.5 deutlich niedriger als während BA.1/1.1, was darauf hindeutet, dass die Hybridimmunität bei der Reduzierung schwerer Erkrankungen eine Rolle spielt.

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