Home Medizin Kaffee in der Frühschwangerschaft ist nicht mit Schwangerschaftsdiabetes verbunden, ein hoher Konsum von Cola könnte jedoch das Risiko erhöhen

Kaffee in der Frühschwangerschaft ist nicht mit Schwangerschaftsdiabetes verbunden, ein hoher Konsum von Cola könnte jedoch das Risiko erhöhen

von NFI Redaktion

Unter Gestationsdiabetes mellitus (GDM) versteht man einen erhöhten Blutzuckerspiegel, der während der Schwangerschaft erstmals auftritt und über den für die Diagnose von Diabetes geltenden Standardwert hinausgeht. Dieser tritt bei 2-25% der Schwangerschaften auf, wobei die Prävalenz und Inzidenz je nach Bevölkerungsgruppe variieren. Es ist wichtig, Schutz- und Risikofaktoren, insbesondere veränderbare Lebensstilfaktoren, zu berücksichtigen.

Eine kürzlich in der Fachzeitschrift Primary Care Diabetes veröffentlichte Studie untersuchte den Zusammenhang zwischen dem Konsum von Kaffee/Cola und Koffein und GDM. In Finnland, dem Land, in dem die Studie durchgeführt wurde, leidet jede fünfte Frau an GDM. Die Studie ergab, dass Frauen mit GDM älter waren, einen höheren Body-Mass-Index hatten und weniger Gewicht während der Schwangerschaft zulegten als Frauen ohne GDM. Ihre Babys wurden tendenziell früher geboren und wogen mehr.

Die Studie ergab, dass moderater Kaffeekonsum einen geringen schützenden Zusammenhang mit GDM zeigte. Frauen, die über 33,3 ml Cola pro Tag tranken, hatten jedoch ein erhöhtes GDM-Risiko. Der Konsum von zuckerhaltigen Cola-Getränken stand nicht in Verbindung mit einem erhöhten Risiko, aber kalorienarme Cola-Getränke erhöhten das Risiko leicht.

Es ist wichtig, weitere Studien durchzuführen, um diese Ergebnisse zu bestätigen. In Finnland wird viel Kaffee konsumiert, was zu einem hohen Koffeinkonsum während der Schwangerschaft führen kann. Frauen, die aufgrund von GDM vor der Schwangerschaft mehr wogen, könnten von Programmen zur Gewichtskontrolle während der Schwangerschaft profitieren.

Finnland ist aufgrund seiner umfassenden Datensammlung über nahezu jede schwangere Frau im Land ein geeigneter Standort für weitere GDM-Forschung.

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