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Ist es Traumabindung oder Liebe?

von NFI Redaktion

Die feine Linie zwischen Liebe und Hass, Leidenschaft und Schmerz, besonders nach einem Trauma, kann so dünn wie ein Splitter erscheinen. Die Gründe dafür sind komplex, aber es ist entscheidend zu verstehen, dass Forscher festgestellt haben, dass zwei Fremde eher eine Verbindung eingehen, wenn sie sich auf einer gefährlichen, schaukelnden Brücke befinden, als wenn sie nebeneinander auf einer Parkbank sitzen oder im Supermarkt einkaufen. Es ist wichtig zu erkennen, dass Angst die Bindungen zwischen Menschen vertiefen kann und dass Bindungen nicht nur kleine Glücksgefühle sind, die zwischen Eltern und Kindern schweben. Bindungen können auch belastend sein und uns in einer Beziehung gefangen halten, selbst wenn wir bereit sind loszulassen.

Der anhaltende Konflikt in einer Beziehung, besonders wenn er von wiederholtem Betrug, Angst und Trauma begleitet wird, kann unser Nervensystem in einem ständigen Alarmzustand halten. Negative Emotionen wie Einsamkeit, Trauer, Enttäuschung und Wut können unterdrückt werden, während die Kommunikation in Verachtung und Isolation endet. Wir fühlen uns von uns selbst getrennt, von Teilen unseres Selbst, die inaktive geworden sind, abgeschnitten. Früher zugängliche Emotionen werden von der Angst, die Beziehung zu verlieren, verschlungen.

Es ist wichtig, zwischen gesunder Liebe und traumatischer Bindung zu unterscheiden. Gesunde Liebe bringt beide Partner zum Wachsen und basiert auf gegenseitigem Vertrauen und Nähe. Traumatische Bindungen hingegen reproduzieren die Rollen von Täter und Opfer und sind von Angst und Verletzlichkeit geprägt. Es kann schwierig sein, sich von einer traumatischen Bindung zu lösen, da sie süchtig machen kann, und es kann langer Heilungsprozess sein.

Es ist entscheidend, die Perspektive zu ändern und zu erkennen, dass Bindungen nicht gut oder schlecht sind, sondern neutral und darauf abzielen, Verbindungen zu schaffen, die das Überleben fördern. Es ist wichtig, die Trauer zuzulassen und die Realität der Beziehung, in der man sich befindet, anzuerkennen. Mit harter Arbeit, Geduld und Unterstützung ist es möglich, sich von traumatischen Bindungen zu befreien und gesunde Beziehungen aufzubauen.

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