Home Medizin Intraoperative Anämie ist mit einer höheren CABG-Mortalität bei Frauen verbunden

Intraoperative Anämie ist mit einer höheren CABG-Mortalität bei Frauen verbunden

von NFI Redaktion

OBERSTEN ZEILE:

Die Verbindung zwischen weiblichem Geschlecht und erhöhter Sterblichkeit bei Koronararterien-Bypass-Transplantaten (CABG) könnte größtenteils durch intraoperative Anämie verursacht werden, insbesondere wenn die intraoperativen Nadir-Hämatokritwerte unter 22 % liegen, so eine neue Studie.

METHODE:

  • Forscher analysierten Daten der Society of Thoracic Surgeons Adult Cardiac Surgery Database (2011–2022) für 1.434.225 CABG-Patienten (Durchschnittsalter 66 Jahre; 24 % Frauen).
  • Sie stratifizierten die demografischen Daten nach Geschlecht und intraoperativer Anämie und klassifizierten Hämatokritwerte basierend auf der WHO-Anämieklassifikation: Keine bis leicht (> 33 %), mäßig (24 % bis < 33 %), schwer (19,5 % bis < 24 %) und lebensbedrohlich (< 9,5 %).
  • Die Forscher berechneten das zuschreibbare Risiko (AR) des weiblichen Geschlechts für den primären Endpunkt: Operationsmortalität, definiert als Gesamttod innerhalb von 30 Tagen nach der Operation.

ERGEBNISSE:

  • Frauen im Vergleich zu Männern hatten niedrigere Hämatokritwerte (präoperativ: 36,9 % vs. 41,0 %; intraoperativ: 22 % vs. 27 %), ein geringeres geschätztes präoperatives Volumen roter Blutkörperchen und eine geringere Körperoberfläche.
  • Die operative Mortalität war bei Frauen höher (2,8 % vs. 1,7 %), wobei ein Teil des Risikos durch intraoperative Anämie erklärt wurde.
  • Fast die Hälfte der Frauen hatte niedrige Nadir-Hämatokritwerte, was zu einem stärkeren Zusammenhang mit der Mortalität führte.

PRAXISANWENDUNG:

Die Autoren schlussfolgern, dass die Reduzierung intraoperativer Anämie ein Ziel sein sollte, um die Sterblichkeit bei Frauen nach CABG zu verringern und den Geschlechterunterschied zu minimieren.

QUELLE:

Die Studie von Lamia Harik, MD, aus New York City wurde im Journal of the American College of Cardiology veröffentlicht.

EINSCHRÄNKUNGEN:

Es handelt sich um eine Beobachtungsstudie, daher kann kein Kausalzusammenhang festgestellt werden. Wichtige Variablen wie Zielgefäß, Gebrechlichkeit und sozioökonomische Faktoren fehlen in der Datenbank.

OFFENLEGUNG:

Die Studiendaten wurden vom National Database Participant User File Research Program der Society of Thoracic Surgeons bereitgestellt. Mehrere Autoren erhielten staatliche oder Stiftungszuschüsse. Vollständige Offenlegungen sind im Papier verfügbar.

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