Home Medizin Injizierbare Produkte in der kosmetischen Dermatologie sicher aufbewahren

Injizierbare Produkte in der kosmetischen Dermatologie sicher aufbewahren

von NFI Redaktion

In der Welt der ästhetischen Medizin ist in den letzten Jahren ein erheblicher Anstieg der Verwendung von intradermalen Injektionen von Hyaluronsäure und Botulinumtoxin zu verzeichnen. Leider geht dieser Trend mit einem Anstieg der Nebenwirkungen einher, insbesondere da diese Injektionen nicht immer von geschultem und akkreditiertem Personal verabreicht werden. Martine Baspeyras, MD, eine auf kosmetische Dermatologie und Kosmetologie spezialisierte Dermatologin in Bordeaux und Lehrstuhlinhaberin von „Vigilance Esthétique“ – einer französischen Gesellschaft zur Regulierung kosmetischer Dermatologieverfahren – hat die Situation bei einer Pressekonferenz im Vorfeld der „Journées Dermatologiques de Paris“ überprüft, einer dermatologischen Konferenz.

Hyaluronsäure-Injektionen

In westlichen Ländern hat die ästhetische Medizin in den letzten Jahren einen kometenhaften Anstieg erlebt, wobei ein wachsender Markt für Botulinumtoxin- und Hyaluronsäure-Injektionen zur Faltenauffüllung und zur Wiederherstellung von Gesichtsvolumen entstanden ist. Je nach Konzentration und Vernetzung wirkt Hyaluronsäure unterschiedlich. Seine voluminöse Wirkung modelliert das Gesicht neu und reduziert Falten, stimuliert Fibroblasten und induziert Geweberegeneration sowie eine langanhaltende feuchtigkeitsspendende Wirkung. Diese Vorteile sind vorübergehend und erfordern häufige Injektionen zur Aufrechterhaltung des ästhetischen Effekts. Baspeyras betonte, dass Injektionen minimalinvasive medizinische Verfahren sind, die nur in einer medizinischen Umgebung durchgeführt werden sollten, die den Standards entspricht.

Komplikationen entgegenwirken

Die häufigsten und am wenigsten schwerwiegenden Nebenwirkungen kosmetischer Injektionen sind vorübergehende Hämatome oder Rötungen, die durch das Eindringen einer Nadel in ein kleines Blutgefäß verursacht werden. Dank neuer Verabreichungsmethoden wie Kanülen sind diese Nebenwirkungen heute seltener als vor 10 Jahren. Trotzdem können komplikationen auftreten, wie Asymmetrie und übermäßige Schwellung, die Korrektur erfordern. Seltene, aber schwerwiegende Komplikationen wie eine Hyaluronsäure-Embolie wurden bisher nur selten gemeldet. In jedem Fall ist es wichtig, dass Ärzte vor der Injektion eine eingehende Anamnese durchführen, um mögliche Risiken zu minimieren.

Verabreichung von Injektionen

Patienten müssen vor kosmetischen Injektionen umfassend über mögliche Risiken informiert werden. Einige der größten Herausforderungen in der Kosmetik-Dermatologie sind der Missbrauch von Injektionen durch nicht-ärztliches Personal, das glaubt, qualifiziert zu sein, solche Verfahren durchzuführen. Vor der Injektion müssen bestimmte Regeln und Standards eingehalten werden, und die Injektion muss von einem qualifizierten, geschulten Arzt durchgeführt werden. Auch die Gesundheitsgeschichte des Patienten und mögliche Anzeichen von Entzündungen oder anderen Hautkrankheiten müssen berücksichtigt werden.

Experten zur Rettung

Angesichts der potenziellen Komplikationen durch kosmetische Injektionen hat sich eine Gruppe französischer Kosmetovigilance-Experten gebildet, um Ärzten und Patienten bei der Behandlung von Komplikationen zu unterstützen. Die Meldung von Nebenwirkungen wird dringend empfohlen, um die Sicherheit für alle zu gewährleisten.

Dieser Artikel wurde aus dem übersetzt Französische Ausgabe von Medscape.

Related Posts

Adblock Detected

Please support us by disabling your AdBlocker extension from your browsers for our website.