Home Medizin Immunmodulatoren haben keinen Einfluss auf die Wirksamkeit des COVID-19-Impfstoffs

Immunmodulatoren haben keinen Einfluss auf die Wirksamkeit des COVID-19-Impfstoffs

von NFI Redaktion

OBERSTEN ZEILE:

Die Ergebnisse einer Studie legen nahe, dass die Verwendung von Biologika und niedermolekularen Inhibitoren (SMIs) die Wirksamkeit des COVID-19-Impfstoffs bei der Verhinderung von Krankenhausaufenthalten bei Patienten mit Psoriasis und Hidradenitis suppurativa (HS) nicht beeinträchtigt.

METHODIK:

  • Es wurde untersucht, ob immunmodulatorische Therapien die Effektivität des COVID-19-Impfstoffs beeinflussen und die Krankenhausaufenthaltsraten bei Patienten mit entzündlichen Hauterkrankungen wie Psoriasis oder HS erhöhen.
  • Von Januar 2020 bis Oktober 2023 führten Forscher eine Querschnittsstudie mit Daten aus der Epic Cosmos-Datenbank durch und identifizierten 30.845 Patienten mit Psoriasis oder HS.
  • In die Analyse wurden insgesamt 22.293 Patienten einbezogen, die ihre primäre COVID-19-Impfserie abgeschlossen hatten.
  • Verglichen wurden 7046 geimpfte Patienten mit Psoriasis unter SMIs und 2033 mit Psoriasis oder HS unter Biologika mit 13.214 Patienten, die keine Biologika oder SMIs erhielten.
  • Der primäre Endpunkt war die Krankenhausaufnahmerate aufgrund von COVID-19.

ERGEBNISSE:

  • Durch die Behandlung mit Biologika wurde die Krankenhausaufnahmerate bei geimpften Patienten mit Psoriasis oder HS nicht erhöht (Krankenhausaufnahmerate von 6,0 % sowohl bei denjenigen, die Biologika einnahmen, als auch bei denjenigen, die keine einnahmen; P > .99).
  • Die Krankenhausaufnahmeraten unterschieden sich ebenfalls nicht signifikant zwischen geimpften Patienten, die SMIs erhielten, und denen, die keine erhielten (7,1 % vs. 6,0 %; P = .0596).

UMSETZUNG:

Die Autoren der Studie schlossen daraus, dass Dermatologen ermutigt werden sollten, die Behandlung bei Patienten mit Psoriasis/HS trotz der COVID-19-Pandemie fortzusetzen.

QUELLE:

Die Studie wurde von Bella R. Lee vom Wexner Medical Center der Ohio State University in Columbus geleitet und am 13. März 2024 online in der Zeitschrift der American Academy of Dermatology veröffentlicht.

EINSCHRÄNKUNGEN:

Da keine individuellen Daten verfügbar waren, konnten keine multivariablen Anpassungen durchgeführt werden und Krankenhausaufnahmen außerhalb des Epic-Systems wurden nicht erfasst.

OFFENLEGUNG:

Die Studie erhielt keine externe Finanzierung und alle Autoren gaben an, keine Interessenkonflikte zu haben.

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