Home Medizin ICIs beim Melanom: Vorhersage immunbedingter unerwünschter Ereignisse

ICIs beim Melanom: Vorhersage immunbedingter unerwünschter Ereignisse

von NFI Redaktion

OBERSTEN ZEILE:

Durch routinemäßige histopathologische Berichte können Ärzte vorhersagen, bei welchen Melanompatienten während der Einnahme von Checkpoint-Inhibitoren am wahrscheinlichsten immunbedingte unerwünschte Ereignisse auftreten.

METHODIK:

  • Die Immun-Checkpoint-Inhibitoren Ipilimumab (Yervoy), Nivolumab (Opdivo) und Pembrolizumab (Keytruda) werden bei fortgeschrittenem Melanom eingesetzt und können immunbedingte unerwünschte Ereignisse auslösen, die länger andauern und manchmal irreversibel sein können. Diese Studie untersuchte die prädiktive Rolle der Melanom-Histopathologie zur Identifizierung von Risikofaktoren für immunbedingte unerwünschte Ereignisse.
  • Die retrospektive Analyse der Patientenakten von 511 Patienten aus drei Zentren in den Vereinigten Staaten, die mit Checkpoint-Inhibitoren gegen Melanome behandelt wurden, wurde durchgeführt. Die Autoren verwendeten eine zweistufige Regressionsanalyse, um Zusammenhänge zwischen immunbedingten unerwünschten Ereignissen und verschiedenen Aspekten der Tumorhistopathologie zu untersuchen (einschließlich BRAF/NRAS Mutation).

WEGBRINGEN:

  • Pembrolizumab (44,0 %) und Nivolumab (23,5 %) wurden am häufigsten als erste Wahl bei den Checkpoint-Inhibitoren verwendet. Etwa 40 % der Patienten stoppten oder wechselten die Checkpoint-Inhibitoren aufgrund von immunbedingten Nebenwirkungen.
  • Mehrheit der Patienten (71,4 %) zeigten Toxizitäten aller Schweregrade, wobei 28,2 % schwere Toxizitäten aufwiesen.
  • Die Präsenz von unbestimmter lymphovaskulärer Invasion war mit einem geringeren Risiko für immunbedingte Nebenwirkungen verbunden, während das Vorhandensein der NRAS Mutation das Risiko für immunbedingte Nebenwirkungen erhöhte.
  • Keine der Histopathologien war ein signifikanter Hinweis auf hochgradige immunbedingte Nebenwirkungen.

IN DER PRAXIS:

Die Autoren schlussfolgern, dass das Vorhandensein von lymphovaskulärer Invasion und NRAS Mutation mit einem erhöhten Risiko für immunbedingte Nebenwirkungen aller Schweregrade verbunden ist, geben jedoch keine spezifischen Empfehlungen für die klinische Praxis.

QUELLE:

Die Forschung wurde teilweise vom Office of Scholarly Engagement an der Harvard Medical School, Boston, unterstützt und am 29. November 2023 in der Zeitschrift der American Academy of Dermatology veröffentlicht.

EINSCHRÄNKUNGEN:

Die Analyse erfolgte retrospektiv und kann aufgrund institutioneller Unterschiede bei der Interpretation histopathologischer Berichte möglicherweise nicht verallgemeinert werden.

OFFENLEGUNG:

LeBoeuf hat Honorare von verschiedenen Unternehmen erhalten. Co-Autor Daniel Y. Kim, BS, ist wissenschaftlicher Berater bei Verve Therapeutics und SeQure Dx. Die anderen Autoren haben erklärt, keine konkurrierenden Interessen zu haben.

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