Home Medizin Hörverlust steht im Zusammenhang mit einem beschleunigten Fortschreiten der Alzheimer-Krankheit über den GDF1-Signalweg

Hörverlust steht im Zusammenhang mit einem beschleunigten Fortschreiten der Alzheimer-Krankheit über den GDF1-Signalweg

von NFI Redaktion

In einer kürzlich veröffentlichten Studie in einer Fachzeitschrift untersuchten Forscher, wie Hörverlust den kognitiven Verfall über den Signalweg des embryonalen Wachstums-/Differenzierungsfaktors 1 (GDF1) verstärkt und damit potenzielle therapeutische Erkenntnisse für die Alzheimer-Krankheit (AD) liefert.

Studie: GDF1 lindert kognitive Beeinträchtigungen, die durch Hörverlust verursacht werden.  Bildquelle: Ground Picture / ShutterstockStudie: GDF1 lindert kognitive Beeinträchtigungen, die durch Hörverlust verursacht werden. Bildquelle: Ground Picture / Shutterstock

Hintergrund

Epidemiologische Erkenntnisse legen nahe, dass Hörverlust mit einem erhöhten Demenzrisiko, insbesondere AD, in Verbindung steht. Dies könnte durch beschleunigte AD-Pathologie aufgrund von Hörverlust erklärt werden. Eine Linderung des Hörverlusts könnte das AD-Risiko und den kognitiven Verfall verringern. Weitere Forschung ist nötig, um die molekularen Verbindungen zwischen GDF1, Hörverlust und AD vollständig zu verstehen und potenzielle therapeutische Ansätze zu entwickeln.

Über die Studie

In dieser Studie verwendeten die Forscher Mäuse mit und ohne genetische Prädisposition für AD, um die Auswirkungen von Hörverlust zu untersuchen. Sie führten Cochlea-Ablationen und Kanamycin-Behandlungen durch, um Hörverlust zu simulieren. Durch verschiedene Tests und Gentherapien untersuchten sie die Rolle von GDF1 im Zusammenhang mit kognitiven Funktionen und AD-Pathologie.

Die Forscher nutzten eine Vielzahl von Techniken wie Immunblots, RNA-Sequenzierung und Verhaltenstests, um ihre Ergebnisse zu validieren. Sie konnten zeigen, dass die Modulation von GDF1 die kognitiven Beeinträchtigungen, die durch Hörverlust verursacht werden, lindern kann.

Studienergebnisse

Die Studie zeigte, dass Hörverlust AD-ähnliche Pathologien und kognitive Beeinträchtigungen verstärken kann. Die Modulation von GDF1 führte zu Verbesserungen in der kognitiven Funktion und reduzierte die Aβ-Ablagerungen im Gehirn. Die Forscher identifizierten den Signalweg, über den GDF1 die AD-Pathologie beeinflusst, und schlagen neue therapeutische Ansätze vor, die auf dieser Erkenntnis beruhen.

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