Home Medizin Höher dosierte RT verlängert das Überleben bei Hochrisiko-Prostatakrebs

Höher dosierte RT verlängert das Überleben bei Hochrisiko-Prostatakrebs

von NFI Redaktion

Es wurde festgestellt, dass die Behandlung von Patienten mit Hochrisiko-Prostatakrebs durch eine langfristige Androgendeprivationstherapie (ADT) und hochdosierte Strahlentherapie im Vergleich zu ADT und Standarddosisbestrahlung mit signifikant verbessertem progressionsfreiem, krebsspezifischem und Gesamtüberleben verbunden war.

Des Weiteren wurde festgestellt, dass bei Patienten, die langfristige ADT und hochdosierte Strahlentherapie erhielten, keine zusätzlichen Spätharnwegs- oder Magen-Darm-Toxizitäten auftraten. Diese und weitere Ergebnisse wurden von Dr. Christophe Hennequin, MD, PhD, auf dem Symposium der American Society for Clinical Oncology (ASCO) zu Genitourinary Cancers 2024 vorgestellt.

Die Studie zeigte, dass die 10-Jahres-Progressionsfreiheitsrate bei Patienten, die die 80-Gy-Dosis erhielten, 83,6% betrug, im Vergleich zu 72,2% bei Patienten, die mit 70 Gy behandelt wurden, was einer Hazard Ratio (HR) für die biochemische oder klinische Progression von 0,56 entspricht.

Auch das Gesamtüberleben war bei Patienten, die die höhere Strahlendosis erhielten, mit 10-Jahresraten von 77 % im Vergleich zu 65,9 % verbessert, was einem 39%-igen Rückgang des Sterberisikos entsprach.

Dr. Hennequin betonte, dass die Ergebnisse darauf hindeuten, dass hochdosierte Strahlentherapie in Kombination mit langfristiger ADT der Behandlungsstandard bei Hochrisiko-Prostatakrebspatienten sein sollte.

Der Arzt wies auf vorherige Metaanalysen und Studien hin, die ebenfalls die Vorteile von ADT in Kombination mit Strahlentherapie für Patienten mit Prostatakrebs zeigten.


Studiendetails und Ergebnisse

Männer mit Hochrisiko-Prostatakrebs wurden nach dem Zufallsprinzip zwei Gruppen zugeteilt, die entweder 70 Gy oder 80 Gy RT, gefolgt von einer 3-jährigen ADT, erhielten. Die Gruppe, die die 80-Gy-Dosis erhielt, zeigte nicht nur eine höhere krebsspezifische Überlebensrate, sondern auch vergleichbare Sicherheit im Vergleich zur Gruppe, die mit 70 Gy behandelt wurde.

Es wurde festgestellt, dass die Inzidenzraten sowohl später urogenitaler als auch gastrointestinaler Toxizitäten niedrig und zwischen den Gruppen vergleichbar waren. Dies zeigt, dass die dosissteigernde Strahlentherapie und langfristige ADT einen synergistischen Nutzen bieten.

Dr. Hennequin betonte die Relevanz der Ergebnisse und betonte, dass hochdosierte Strahlentherapie mit langfristiger ADT als Behandlungsstandard für Hochrisiko-Prostatakrebspatienten in Betracht gezogen werden sollte.

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