Home Medizin Giftige Metalle in Nanogröße, die bereits vor dem ersten Gebrauch in Liquids zum Verdampfen von Cannabis gefunden wurden

Giftige Metalle in Nanogröße, die bereits vor dem ersten Gebrauch in Liquids zum Verdampfen von Cannabis gefunden wurden

von NFI Redaktion

E-Zigaretten gelten oft als vermeintlich „sicherere“ Methode zur Verwendung von Nikotin oder Cannabis, sofern dies gesetzlich erlaubt ist. Allerdings weisen diese Geräte eine Vielzahl von Risiken auf, die durch zunehmende Forschung und Regulierung langsam ans Licht kommen. Forscher haben nun entdeckt, dass giftige Metallpartikel in Nanogröße bereits in Cannabis-Dampfflüssigkeiten vorhanden sein können, bevor das Dampfgerät überhaupt erhitzt wird, und dass die Problematik bei nicht regulierten Produkten noch gravierender ist.

Die Ergebnisse dieser Forschung werden heute auf der Frühjahrstagung der American Chemical Society (ACS) präsentiert. ACS Spring 2024 ist ein hybrides Treffen, das vom 17. bis 21. März virtuell und persönlich stattfindet und fast 12.000 Vorträge zu verschiedenen wissenschaftlichen Themen umfasst.

Andrew Waye, Leiter des Forschungsprogramms im Office of Cannabis Science and Surveillance bei Health Canada, berichtet über die Untersuchungen an Cannabis-Vapes in Kanada, die aufgrund des Cannabisgesetzes von 2018 neue Ergebnisse liefern können. „Cannabis-Vapes sind noch relativ neu regulierte Produkte in Kanada, daher besteht ein Bedarf an wissenschaftlichen Daten zu den damit verbundenen Risiken“, so Waye.

Im Gegensatz zum Rauchen erzeugt das Dampfen keine Verbrennung, bei der schädliche Nebenprodukte freigesetzt werden. Stattdessen verdampft ein Dampfgerät eine Flüssigkeit zu inhalierbarem Dampf, was als sicherere Methode für den Konsum von Cannabis oder Nikotin angesehen wird. Allerdings haben Studien an Nikotin-Vapes gezeigt, dass Metallkomponenten in den Vape-Flüssigkeiten schädliche elementare Metalle wie Nickel, Chrom und Blei freisetzen können, die dann vom Körper des Benutzers aufgenommen werden können.

Wayes Team untersuchte, ob diese Problematik auch bei Cannabis-Vapes vorliegt und analysierte 41 Proben von Cannabis-Vaping-Flüssigkeiten, von denen 20 legal in regulierten Geschäften und 21 illegal auf dem Markt erworben wurden. Die Ergebnisse zeigten erhöhte Metallkonzentrationen in unregulierten Proben im Vergleich zu regulierten, insbesondere bei Blei.

Zusätzlich stellte das Team fest, dass E-Zigaretten derselben Produktionscharge unterschiedliche Grade an Metallverunreinigungen aufweisen können, was die Bedeutung repräsentativer Testverfahren betont. Zukünftige Untersuchungen sollen die potenziellen Gesundheitsrisiken von Nanopartikeln in Cannabis-Vapes genauer beleuchten.

„Einige Metallpartikel in Nanogröße sind hochreaktiv und potenziell schädlich.“ – Zuzana Gajdosechova, Wissenschaftlerin am Metrologie-Forschungszentrum des National Research Council of Canada

Die Forschung unterstreicht, dass Regulierung dazu beitragen kann, sicherere Cannabisprodukte zu schaffen. Obwohl keine absolute Sicherheit beim Konsum dieser Produkte gewährleistet werden kann, tragen solche Studien dazu bei, die potenziellen Risiken aufzuzeigen und die öffentliche Gesundheit zu schützen.

Diese Studie wurde von Health Canada finanziert.

Quelle:

Amerikanische Chemische Gesellschaft

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