Home Medizin Geringeres Diabetesrisiko im Zusammenhang mit dem Osteoporose-Medikament Denosumab

Geringeres Diabetesrisiko im Zusammenhang mit dem Osteoporose-Medikament Denosumab

von NFI Redaktion

OBERSTEN ZEILE:

Eine umfassende Kohortenstudie in Taiwan ergab, dass eine fortgesetzte Behandlung mit Denosumab bei Erwachsenen über 65 Jahren mit Osteoporose das Risiko für Diabetes verringern kann.

METHODIK:

  • Klinische Belege zu den Auswirkungen von Denosumab auf das Diabetesrisiko sind begrenzt und widersprüchlich. Um dies zu untersuchen, wurde die National Health Insurance Research Database in Taiwan genutzt, um Daten von Osteoporose-Patienten zu analysieren.
  • Die Studie verglich Patienten, die durchgehend Denosumab erhielten, mit denen, die die Behandlung nach der ersten Dosis abgesetzt hatten, und umfasste Patienten, die zuvor keine Diabetesgeschichte oder malignen Erkrankungen aufwiesen.
  • Das Durchschnittsalter der 68.510 Patienten betrug 77,7 Jahre, und sie wurden im Durchschnitt 1,9 Jahre lang beobachtet.

ERGEBNISSE:

  • Die fortgesetzte Denosumab-Behandlung war mit einem geringeren Risiko für die Entwicklung von Diabetes verbunden (Hazard Ratio 0,84; 95%-Konfidenzintervall: 0,78–0,90).
  • Insbesondere bei Patienten über 65 Jahren wurde ein reduziertes Diabetesrisiko beobachtet (HR 0,80; 95%-KI 0,75–0,85).
  • Das verringerte Diabetesrisiko wurde sowohl bei Männern (HR 0,85) als auch bei Frauen (HR 0,81) festgestellt.
  • Dies galt unabhängig von Begleiterkrankungen wie Dyslipidämie, Bluthochdruck oder ischämischer Herzkrankheit.

PRAXISRELEVANZ:

Die Autoren betonen die klinische Bedeutung der Ergebnisse angesichts der weltweit steigenden Osteoporose-Fälle, des Einsatzes von Osteoporose-Medikamenten und der Auswirkungen von Diabetes auf Gesundheitssysteme.

QUELLE:

Die Studie wurde von Dr. Huei-Kai Huang aus Taiwan durchgeführt und in JAMA Network Open veröffentlicht.

EINSCHRÄNKUNGEN:

Die Nutzung anspruchsbasierter Daten könnte die Berücksichtigung einiger klinischer Details einschränken. Die Studie umfasste die taiwanesische Bevölkerung, was die Übertragbarkeit auf andere Populationen einschränken könnte.

OFFENLEGUNG:

Die Studie wurde von verschiedenen Organisationen unterstützt, und potenzielle Interessenkonflikte der Autoren wurden offengelegt.

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