Home Gesundheit Für viele ist das Stigma des Hörverlusts problematisch; Hier ist, was helfen kann

Für viele ist das Stigma des Hörverlusts problematisch; Hier ist, was helfen kann

von NFI Redaktion

Am 21. Februar 2024 sind Brillen allgegenwärtig. Tatsächlich tragen mehr als 62 % der Amerikaner Korrekturbrillen in allen möglichen Formen und Stilen. Zusätzlich tragen 45 Millionen Menschen Kontaktlinsen. Im Gegensatz dazu tragen nur 1 von 6 Menschen mit Hörverlust Hörgeräte. Die meisten Menschen warten fast ein Jahrzehnt, um Hilfe zu suchen, wodurch der Widerstand gegen Behandlung tief in der Stigmatisierung verwurzelt ist.

Ein Audiologe, Melanie Hecker, erklärt, dass viele Menschen den Hörverlust ignorieren, weil sie ihn für einen normalen Bestandteil des Alterns halten. Außerdem nimmt der Hörverlust allmählich zu, sodass Menschen unsicher sind, ob sie überhaupt ein Problem haben.

Hecker vergleicht den Hörverlust mit dem allmählichen Dimmen des Lichts in einem Raum, sodass es eine Weile dauert, bis man bemerkt, dass es dunkel wird. Oftmals bemerkt der Partner den Hörverlust eher als die betroffene Person selbst.

Aufgeschobene Behandlung des Hörverlusts kann zu vermeidbaren Gesundheitsproblemen führen. Eine Studie hat ergeben, dass die Verwendung von Hörgeräten mit einem um 24 % geringeren Sterberisiko verbunden ist. Des Weiteren deutet neue Forschung darauf hin, dass Hörverlust das größte Risiko für die Entwicklung von Demenz darstellt.

Hörgeräteträger machen sich mehr Sorgen um ihre Gesundheit im Allgemeinen als diejenigen, die die Behandlung aufschieben. Zudem kann Hörverlust direkt das Gehirn schädigen und zu einer Verschlechterung der Denkfähigkeit führen. Dies führt zu einem Risiko für Hirnatrophie, Demenz und Alzheimer.

Der Direktor des Cochlear Center for Hearing and Public Health, Frank Lin, erklärt, dass Hörverlust das Gehirn belastet und zu einer Neuzuweisung von Ressourcen führt, was zu Schäden führen kann. Dennoch gibt es Hoffnung, da neue Entwicklungen zu erschwinglicheren und unauffälligeren Hörgeräten führen können.

Verbrauchertechnologieunternehmen wie Bose, Sony und HP entwickeln drahtlose Hörgeräte, die wie Smartphone-Ohrhörer funktionieren. Ein weiterer unkonventioneller Ansatz zur Verbesserung des Hörverlusts sind trendige Brillen, die als Hörgeräte fungieren. Des Weiteren wird nach Möglichkeiten gesucht, den Hörverlust vollständig wiederherzustellen, wie zum Beispiel durch Gentherapie.

Forschungsergebnisse zeigen, dass Gentherapie das Potenzial hat, Haarzellen zu regenerieren und somit das Problem des Hörverlusts zu lösen. Obwohl diese Entwicklungen noch relativ neu sind, bieten sie aufregende Perspektiven für die Behandlung von Hörverlust in Zukunft.

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