Home Medizin Förderung der Spracherfahrung und -fähigkeiten von Vorschulkindern durch Erinnerungen der Eltern

Förderung der Spracherfahrung und -fähigkeiten von Vorschulkindern durch Erinnerungen der Eltern

von NFI Redaktion

Sprachkenntnisse sind ein starker Prädiktor für die akademischen, sozioemotionalen und verhaltensbezogenen Ergebnisse von Kindern beim Schulbeginn. Sie erlernen Sprache im Vorschulalter durch Interaktionen mit anderen, insbesondere ihren Eltern. Das Teilen von Büchern ist eine beliebte Möglichkeit für Eltern, mit kleinen Kindern ins Gespräch zu kommen. Allerdings sind nicht alle Eltern und Kinder gleichermaßen daran interessiert.

Eine neue Studie der Florida Atlantic University in Zusammenarbeit mit der Universität Aarhus in Dänemark empfiehlt als Alternative, mit Vorschulkindern in Erinnerungen zu schwelgen, um die Qualität ihrer Spracherfahrungen und -fähigkeiten zu verbessern.

Um die Auswirkungen des Erinnerns auf die Sprachentwicklung zu untersuchen, analysierten die Forscher die Gespräche zwischen dänischen Eltern und ihren 3- bis 5-jährigen Kindern während des Teilens eines wortlosen Bilderbuches, dem Erinnern an vergangene Ereignisse und dem Bauen mit LEGO-Steinen.

Die Ergebnisse, die in der Zeitschrift für Angewandte Entwicklungspsychologie veröffentlicht wurden, zeigten, dass das Erinnern genauso effektiv wie das Teilen von Büchern darin ist, hochwertiges Sprachverhalten bei den Eltern hervorzurufen. Das Erinnern unterschied sich von anderen Aktivitäten, indem die Sprache der Eltern eine höhere grammatikalische Komplexität aufwies und die kindlichen Äußerungen häufiger ausgedehnt wurden. Sowohl das Erinnern als auch das Teilen von Büchern steigerten den lexikalischen Reichtum der Elternsprache im Vergleich zum Spielen mit Spielzeug.

Die Forscher fanden keine Unterschiede in den Gesprächen von Müttern und Vätern, was darauf hindeutet, dass in Dänemark die Elternrollen weniger geschlechtsspezifisch sind als anderswo.

Obwohl das Erinnern ein effektiver Ansatz ist, um reichhaltige Sprachinteraktionen zwischen Eltern und Kindern zu fördern, weisen die Forscher darauf hin, dass dies nicht die Unterschiede in der Qualität der Elternsprache im Zusammenhang mit dem Bildungsniveau der Eltern verringert. Die Studie unterstreicht jedoch, dass die Aktivitäten, an denen Eltern und Kinder beteiligt sind, den größten Einfluss auf die Qualität der Gespräche haben. Sie empfehlen Eltern, bewusst Zeit mit ihren Kindern zu verbringen und Gespräche mit ihnen zu führen, unabhängig von der Aktivität.

Die Co-Autoren der Studie stammen von der Universität Aarhus in Dänemark und dem Charles E. Schmidt College of Science an der Florida Atlantic University. Die Forschung wurde von Styrelsen für Uddannelse og Kvalitet (der dänischen Nationalagentur für Bildung und Qualität) und von TrygFonden unterstützt.

Quelle:

Florida Atlantic University

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