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Fastendiäten versprechen eine Verbesserung der Stimmung, des Schlafs und des Essverhaltens

von NFI Redaktion

In einer kürzlich veröffentlichten Rezension von Wissenschaftlern wurden die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse zu der Frage, wie Fastendiäten (FDs) das Essverhalten, die Stimmung, den Schlaf und das allgemeine Wohlbefinden beeinflussen, zusammengefasst. Die Ergebnisse verdeutlichen die möglichen Mechanismen, die den positiven Wirkungen von FDs zugrunde liegen. Ein entscheidender Mechanismus ist das Darmmikrobiom. Um relevante Studien zu identifizieren, wurde eine systematische Literatursuche in wissenschaftlichen Datenbanken wie Web of Science und PubMed durchgeführt. Es wurde festgestellt, dass FDs verschiedene gesundheitliche Vorteile bieten. FDs werden bereits seit Jahrhunderten angewandt und gelten im Vergleich zu Diätplänen, die eine Kalorienrestriktion erfordern, als einfacher und zufriedenstellender. Es gibt verschiedene Therapien, mit denen FDs umgesetzt werden, aber alle erfordern täglich mindestens acht Stunden Fasten.

Studien deuten darauf hin, dass FDs zur Gewichtskontrolle beitragen und vor verschiedenen Krankheiten schützen könnten. Sie können auch die psychische Gesundheit fördern, indem sie Angstzustände reduzieren und die Wahrnehmung verbessern. Es wurden jedoch widersprüchliche Auswirkungen auf das Essverhalten festgestellt. Mehrere Studien hatten keine Kontrollgruppen und keine untersuchte die Wirkung von FDs auf das Sättigungsgefühl. Weitere systematische Studien mit vergleichbaren Studiendesigns und Analysen sind erforderlich, um die Wirksamkeit von FDs bei der Verbesserung des Essverhaltens über kurze und lange Zeiträume zu bewerten.

Betreffend der Auswirkungen auf Schlaf und Stimmung wurde festgestellt, dass FDs das Schlaf-Wach-Muster verändern und die Stimmung deutlich verbessern können. Die Darm-Hirn-Achse könnte maßgeblich an der Auswirkung von FDs, insbesondere auf die Stimmung, beteiligt sein. Es hat sich gezeigt, dass intermittierendes Fasten die Darmgesundheit verbessert, was dann mit einer höheren Produktion aktiver Metaboliten und Neurotransmitter verbunden ist. Es sind jedoch dringend weitere Studien erforderlich, um wissenschaftlich fundierte Empfehlungen für die Einbindung von FDs in Therapien zur Bekämpfung von Fettleibigkeit und zur Verbesserung der Lebensqualität von Personen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und anderen Gesundheitsproblemen zu geben.

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