Home Medizin Erhöht der Besitz einer Katze das Risiko einer Schizophrenie? Studie enthüllt eine mysteriöse Verbindung zwischen den beiden

Erhöht der Besitz einer Katze das Risiko einer Schizophrenie? Studie enthüllt eine mysteriöse Verbindung zwischen den beiden

von NFI Redaktion

Studien deuten darauf hin, dass Katzenbesitzer ein erhöhtes Risiko für Schizophrenie haben könnten. Forscher der University of Queensland in Australien haben 17 Studien zu diesem Thema ausgewertet und festgestellt, dass die Wahrscheinlichkeit für Schizophrenie bei Katzenbesitzern 2,35-mal höher ist als bei Personen ohne Katzen.

Die in der Fachzeitschrift Schizophrenia Bulletin veröffentlichte Studie berücksichtigte jedoch keine anderen potenziell beitragenden Faktoren. Das Team analysierte Forschungspublikationen aus 11 Ländern, darunter den USA und dem Vereinigten Königreich, und stellte fest, dass ein Zusammenhang zwischen Katzenbesitz und einem erhöhten Risiko für die Entwicklung von schizophreniebedingten Störungen besteht.

Schizophrenie ist eine schwerwiegende psychische Erkrankung, die das Verhalten, die Gedanken, Gefühle und alltäglichen Aktivitäten einer Person beeinträchtigt. Zu den Symptomen gehören Wahnvorstellungen, Halluzinationen, desorganisiertes Denken und abnormales motorisches Verhalten. Die Ursachen der Erkrankung sind vielfältig und reichen von Genetik bis Umweltfaktoren. Es wird angenommen, dass Toxoplasma gondii, ein Parasit, der bei Katzen vorkommt, ebenfalls eine Rolle spielen könnte.

Eine kritische Sicht auf die Studie ist jedoch notwendig, da andere potenziell beitragende Faktoren wie sozialer und wirtschaftlicher Hintergrund und Familiengeschichte nicht berücksichtigt wurden. Eine frühere Studie aus dem Jahr 1995 untersuchte die Möglichkeit einer Schizophrenieentwicklung bei Katzenbesitzern aufgrund von Toxoplasma gondii.

Studien haben gezeigt, dass eine Infektion mit Toxoplasma gondii bei Tieren das Verhalten und die Neurotransmitterfunktion verändern kann, während eine akute Infektion beim Menschen ähnliche Symptome wie Wahnvorstellungen und Halluzinationen hervorrufen kann wie bei Menschen mit Schizophrenie. Obwohl die genaue Ursache für den Zusammenhang zwischen Katzenbesitz und Schizophrenie noch nicht klar ist, bleiben weitere Untersuchungen wichtig, um potenzielle Risikofaktoren zu identifizieren.

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