Home Medizin Erfahren Sie alles über das Streptokokken-Toxic-Shock-Syndrom

Erfahren Sie alles über das Streptokokken-Toxic-Shock-Syndrom

von NFI Redaktion

In Japan breitet sich eine gefährliche bakterielle Infektion aus, die Gewebeschäden verursacht, und die Behörden stehen vor der Herausforderung, die Ursache zu ermitteln. Im vergangenen Jahr gab es eine Rekordzahl von 941 Fällen einer potenziell tödlichen Infektion durch Streptokokken der Gruppe A, das sogenannte Streptokokken-Toxische-Schock-Syndrom (STSS). Die Anzahl der Fälle im Jahr 2024 wird voraussichtlich sogar die bisherigen Rekorde übertreffen, da bereits in den ersten beiden Monaten 378 Fälle gemeldet wurden.

Das Strep-A-Bakterium, das typischerweise Halsschmerzen verursacht, kann zu STSS führen, wenn die Infektion tiefer in das Gewebe und den Blutkreislauf eindringt.

STSS führt rasch zu niedrigem Blutdruck, Multiorganversagen und potenziell zum Tod. Laut dem National Institute of Infectious Diseases (NIID) gibt es noch viele unbekannte Faktoren bezüglich der fulminanten Formen von Streptokokken, die noch nicht erklärt werden können.

Die Infektion tritt zwar häufiger bei Erwachsenen ab 65 Jahren auf, aber der Stamm der Gruppe A verursacht mittlerweile mehr Todesfälle bei Patienten unter 50 Jahren. Im Dezember letzten Jahres starb etwa ein Drittel der Betroffenen.

Experten äußern Bedenken über den plötzlichen Anstieg der Infektionen und vermuten einen Zusammenhang mit der Aufhebung von Beschränkungen und der verminderten Immunität nach COVID-19.

Laut Ken Kikuchi, Professor für Infektionskrankheiten an der Tokyo Women’s Medical University, könnte der immunologische Status nach COVID-19 die Anfälligkeit für Streptokokken erhöhen. Daher ist es wichtig, den Infektionszyklus zu verstehen und zu kontrollieren.

Symptome:

Die Infektion beginnt oft mit grippeähnlichen Symptomen wie Fieber, Schüttelfrost, Muskelschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, gefolgt von Anzeichen von Organversagen wie Nieren-, Leber- oder Lungenversagen.

Übertragung:

Die Bakterien können durch Hautöffnungen, Schleimhäute oder Verletzungen eindringen. Der Ursprung bleibt jedoch oft ungeklärt.

Risikofaktoren:

STSS kann jeden treffen, aber bestimmte Faktoren wie das Alter, Operationen oder Krankheiten wie Diabetes erhöhen das Risiko. Auch bestimmte Stämme von Streptokokken und die Einnahme von NSAIDs können das Risiko erhöhen.

Verhütung:

Um die Ausbreitung zu verhindern, sind Hygienepraktiken wie Händewaschen und das Abdecken von Mund und Nase wichtig.

Related Posts

Adblock Detected

Please support us by disabling your AdBlocker extension from your browsers for our website.