Home Medizin Eosinophile Ösophagitis: 5 Dinge, die Sie wissen sollten

Eosinophile Ösophagitis: 5 Dinge, die Sie wissen sollten

von NFI Redaktion


Die eosinophile Ösophagitis (EoE) ist eine chronisch entzündliche Erkrankung der Speiseröhre, die sowohl Kinder als auch Erwachsene betrifft. EoE wird durch Symptome einer Ösophagusfunktionsstörung wie Schwierigkeiten beim Schlucken, Erbrechen und Fütterungsprobleme definiert und kann je nach Alter des Patienten variieren.

Die weltweite Inzidenz von EoE hat in den letzten Jahrzehnten zugenommen. Allein in den Vereinigten Staaten sind schätzungsweise etwa 150.000 Menschen von EoE betroffen und verursachen jährliche Gesundheitskosten in Höhe von bis zu 1,4 Milliarden US-Dollar. Trotzdem gibt es derzeit keine klare Behandlungshierarchie für EoE und Diagnoseverzögerungen sind häufig.

Die Wissensbasis rund um die Krankheit wächst jedoch ständig und bestehende Interventionen haben enorme Erfolge bei der Eindämmung der Symptome und des Krankheitsverlaufs gezeigt. Die jüngsten Zulassungen eines monoklonalen Antikörpers und des ersten oralen Wirkstoffs zur EoE-Behandlung haben die Medikamentenoptionen plötzlich erweitert, zu einer Zeit, in der auch andere vielversprechende Therapien untersucht werden.

Um Ärzten dabei zu helfen, über die neuesten Informationen zu dieser schwächenden Krankheit auf dem Laufenden zu bleiben, finden Sie hier fünf wichtige Dinge, die Sie über EoE wissen sollten.

1. Die EoE-Prävalenz nimmt weltweit zu, wenn auch nicht gleichmäßig.
EoE wurde erstmals Anfang der 1990er Jahre als eigenständige klinische Einheit erkannt und hat seitdem zugenommen. Die Inzidenzraten variieren je nach geografischer Lage und es wird angenommen, dass Umwelt- und Lebensmittelexpositionen sowie genetische Faktoren eine Rolle bei der Entwicklung von EoE spielen.

2. Umwelt- und Lebensmittelexpositionen können EoE auslösen, und die Genetik spielt wahrscheinlich eine Rolle.
Externe Auslöser wie Allergene und frühe Lebensfaktoren, die zu Veränderungen des Mikrobioms führen können, können EoE auslösen. Darüber hinaus ist die Wahrscheinlichkeit, dass EoE bei Verwandten ersten Grades mit der Krankheit auftritt, größer als in der Allgemeinbevölkerung.

3. Die Diagnose erfordert die Kenntnis der Symptome, den Ausschluss anderer Erkrankungen und die Durchführung einer Biopsie. EoE kann in verschiedenen Altersgruppen unterschiedliche Symptome verursachen. Die Diagnose erfordert das Vorhandensein von Symptomen einer Speiseröhrenfunktionsstörung, den Ausschluss von Nicht-EoE-Erkrankungen und Ösophagusbiopsiebefunde von mindestens 15 Eosinophilen pro Hochleistungsfeld.

4. Behandlungsansätze basieren auf den „3 Ds“.
Die Behandlung von EoE umfasst diätetische Interventionen, Medikamente und Dilatation. Diätetische Interventionen umfassen Elementardiät, empirische Eliminationsdiät und auf Allergietests ausgerichtete Lebensmitteleliminierung. Die Behandlung mit Medikamenten hat sich weiterentwickelt, wobei Dupilumab und Budesonid die Behandlungsmöglichkeiten erweitert haben. Dilatation kann bei Patienten mit erheblichen Strikturen von Vorteil sein.

5. Die Reduzierung von Diagnoseverzögerungen ist entscheidend für die Begrenzung der EoE-assoziierten Morbidität. Trotz Bemühungen, die Aufmerksamkeit auf EoE zu lenken, gibt es Hinweise darauf, dass Diagnoseverzögerungen die Behandlungschancen und die Prognose der Patienten beeinflussen können.

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