Home Medizin Energiegetränke im Zusammenhang mit Depressionen, ADHS und Angstzuständen bei Kindern und jungen Erwachsenen: Forschung

Energiegetränke im Zusammenhang mit Depressionen, ADHS und Angstzuständen bei Kindern und jungen Erwachsenen: Forschung

von NFI Redaktion

Die steigende Beliebtheit und der wachsende Konsum von Energy-Drinks bei Kindern und jungen Erwachsenen haben Bedenken hinsichtlich ihrer Sicherheit erhöht. Eine kürzlich durchgeführte Studie hat mehrere gesundheitliche Auswirkungen dieser Getränke aufgezeigt, darunter Schlafstörungen, Depressionen, Selbstmord, ADHS und Angstzustände.

Energy-Drinks werden als alkoholfreie Getränke beworben, die angeblich die körperliche und kognitive Leistungsfähigkeit verbessern. Es gibt jedoch nur begrenzte wissenschaftliche Beweise, die diese Behauptungen unterstützen. Darüber hinaus deuten Studien auf mehrere mögliche negative Auswirkungen auf die Gesundheit hin, darunter Herz-Kreislauf-, neurologische, Stoffwechsel- und Magen-Darm-Probleme.

Energy-Drinks sind das zweithäufigste Nahrungsergänzungsmittel im Land und werden von etwa 30 % der jungen Menschen regelmäßig konsumiert. Diese Getränke enthalten typischerweise einen hohen Koffein- und Zuckergehalt sowie andere Stimulanzien wie Taurin, Ginseng und Guarana. Der Koffeingehalt kann zwischen 50 mg und 505 mg pro Portion liegen.

Die American Academy of Pediatricians empfiehlt, dass Kinder unter 12 Jahren keine Energy-Drinks oder jegliche Form von Koffein konsumieren sollten. Sie schlagen außerdem vor, die Koffeinaufnahme für Kinder im Alter von 12 bis 18 Jahren auf 100 mg täglich zu begrenzen.

In einer aktuellen systematischen Übersicht untersuchten Forscher 57 Studien zu den Auswirkungen von Energy-Drinks auf Kinder und Jugendliche. Das Forschungsteam stellte fest, dass ein starker positiver Zusammenhang zwischen dem Konsum von Energy-Drinks und Rauchen, Alkoholkonsum, Rauschtrinken, dem Konsum anderer Substanzen und der Absicht, solche Verhaltensweisen auszulösen, besteht.

Der Konsum von Energy-Drinks war auch mit sensationssüchtigem, kriminellem Verhalten sowie kurzer Schlafdauer, schlechter Schlafqualität und geringen schulischen Leistungen verbunden.

Die Forscher stellten fest, dass der Konsum von Energy-Drinks mit zahlreichen negativen Auswirkungen auf die körperliche und geistige Gesundheit von Kindern und Jugendlichen verbunden ist. Sie fordern zusätzliche Längsschnittstudien, um die Kausalität festzustellen, und betonen, dass das Vorsorgeprinzip bei der Regulierung berücksichtigt werden sollte. Sie schlagen Richtlinien und Beschränkungen für den Verkauf von Energy-Drinks an diese Bevölkerungsgruppe vor.

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