Home Medizin Einschränkungen für bariatrische Chirurgie aufgrund von GLP-1-Kosten gelockert

Einschränkungen für bariatrische Chirurgie aufgrund von GLP-1-Kosten gelockert

von NFI Redaktion

Angesichts der steigenden Besorgnis über die potenziell langfristigen Kosten der Verwendung von GLP-1-Agonisten zur Behandlung von Adipositas erleichtern einige Versicherer den Zugang zu bariatrischen Operationen.

Obwohl der Zusammenhang nicht vollständig kausal ist, deuten Daten darauf hin, dass aktuell Semaglutid (Wegovy) und Tirzepatid (Zepbound), als neue Wirkstoffe zur Behandlung von Adipositas, nicht kosteneffektiv sind, im Gegensatz zur bariatrischen Operation.

Laut GoodRx kostet Wegovy (Semaglutid) etwa 1350 US-Dollar für eine 28-Tage-Behandlung. Die American Society for Metabolic and Bariatric Surgery (ASMBS) schätzt die Kosten für eine bariatrische Chirurgie auf 17.000 bis 26.000 US-Dollar. ASMBS betont jedoch, dass die Gesundheitskosten aufgrund der Reduzierung oder Eliminierung von Adipositas-bedingten Erkrankungen und Behandlungskosten innerhalb von zwei bis vier Jahren zurückerstattet werden, mit einer Senkung der Gesundheitskosten um etwa 29 % nach fünf Jahren.

Jüngst haben Geisinger Health aus Pennsylvania und Blue Cross/Blue Shield aus Massachusetts die Eignung für bariatrische Operationen anhand des Body-Mass-Index (BMI) erweitert, während Blue Cross Blue Shield aus Michigan die Vorabgenehmigung für verschiedene Leistungen, einschließlich bariatrischer Operationen, aufgehoben hat.

Die meisten großen Krankenversicherer übernehmen Wegovy für die Behandlung von Adipositas, jedoch erfordern sie in der Regel eine vorherige Genehmigung und/oder den Versuch mit anderen Therapien. Einige Arbeitgeber haben die Kostenübernahme für Medikamente zur Behandlung von Adipositas abgelehnt, während Medicare diese Medikamente nicht abdeckt. Der Versicherungsschutz variiert je nach staatlichen Medicaid-Plänen.

Ted Kyle, Experte für Fettleibigkeitspolitik, sagte, dass die gestiegene Aufmerksamkeit für Medikamente gegen Adipositas dazu führt, dass Versicherungspläne ihre Strategie überdenken, da die Kosten für Medikamente steigen. Er betonte jedoch die nachhaltigen Vorteile der bariatrischen Chirurgie in Bezug auf medizinische Probleme.

Die Gleichung im Wandel

Gesundheitsökonom James Chambers von der Tufts University betonte, dass mit dem Aufkommen teurer Medikamente nicht zwangsläufig die Kosten für Operationen sinken, jedoch könnten die Kosten neu bewertet werden. Die Dynamik des Gesundheitswesens ändert sich ständig, und mit neuen Medikamenten auf dem Markt könnten sich die Ansätze für Adipositas-Behandlungen ändern.

Es ist möglich, dass sich die Situation weiterentwickelt, und neue Medikamente könnten die Preise senken. Es ist wichtig anzumerken, dass nicht jede Behandlungsmethode für jeden Patienten geeignet ist, und die Einstellung zur Adipositasbehandlung hat sich weiterentwickelt.

Neue Perspektiven zur Adipositas

Eine veränderte Sicht auf Adipositas hat zu einer engeren Zusammenarbeit zwischen bariatrischen Chirurgen und medizinischen Fachkräften geführt. Die steigende Vielfalt an Behandlungsoptionen eröffnet neue Wege zur praktischen Anwendung und Integration verschiedener Ansätze zur Bekämpfung von Adipositas.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Entwicklung der Medikamente und die Akzeptanz neuer Behandlungsansätze auf die Adipositasbehandlung auswirken werden. Trotz potenzieller Herausforderungen wird davon ausgegangen, dass die Menschen Lösungen finden, um die Adipositasversorgung effektiv zu gestalten.

Es bleibt festzuhalten, dass alle Initiativen zur Steigerung der bariatrischen Chirurgieraten in der Ära der GLP-1 noch keine nachhaltige Wirkung gezeigt haben, was auf die Komplexität der Adipositasbehandlung hinweist.

Miriam E. Tucker ist eine engagierte Journalistin im Raum Washington, DC, und berichtet regelmäßig für Medscape Medical News. Ihre Arbeit erscheint auch in renommierten Nachrichtenquellen wie der Washington Post und NPR.

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