Home Medizin Einige alkoholbedingte Krankenhausaufenthalte führten zu schlechten Ergebnissen

Einige alkoholbedingte Krankenhausaufenthalte führten zu schlechten Ergebnissen

von NFI Redaktion

Patienten mit alkoholbedingten Krankenhausaufenthalten bilden eine vielfältige Bevölkerung mit verschiedenen Untergruppen, wobei diejenigen mit Lebererkrankungen das höchste Risiko für Sterblichkeit im Krankenhaus und nach der Entlassung aufweisen.

Die Forschungsergebnisse von Erik L. Friesen, PhD und Kollegen von der Temerty Faculty of Medicine der University of Toronto zeigen, dass die Untergruppen aufgrund des Schweregrades für die meisten unerwünschten Ergebnisse im Krankenhaus und nach der Entlassung verantwortlich waren.

Der Forschungsansatz umfasste eine Latent-Class-Analyse (LCA), um klinische Untergruppen von alkoholbedingten Krankenhausaufenthalten zu identifizieren. Die Ergebnisse zeigen sieben Untergruppen, die einem Schweregrad von niederfrequenter alkoholbedingter Gesundheitsversorgung bis hin zu schwerer alkoholbedingter Lebererkrankung folgten.

Die Studie, die im JAMA-Netzwerk veröffentlicht wurde, identifizierte auch regionale Unterschiede in der Art und Weise, wie Menschen alkoholbedingte Krankenhausaufenthalte erleben, wobei Lebererkrankungen und häufige Inanspruchnahme von Gesundheitsdiensten die Gruppen mit dem höchsten Risiko für Mortalität und erneute Krankenhausaufenthalte darstellen.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Priorisierung dieser Gruppen bei Bemühungen zur Reduzierung hoher Rückübernahme- und Sterberaten von Personen mit alkoholbedingten Krankenhausaufenthalten sinnvoll sein könnte.

Natalie Klag, MD, Assistenzprofessorin für Psychiatrie am Wexner Medical Center der Ohio State University, betonte die Bedeutung der Weiterbehandlung von Patienten mit AUD nach einem Krankenhausaufenthalt.

Die wichtigsten Befunde unterstreichen die Bedeutung der Entscheidungsfindung für die Pflegeplanung nach der Entlassung. Angesichts der stark variierenden Risikofaktoren würden Patienten mit Lebererkrankungen und häufiger Inanspruchnahme von Gesundheitsdiensten am meisten von einer gezielten poststationären Behandlung profitieren.

Die Ergebnisse zeigten auch, dass Menschen mit höherem medizinischem Bedarf aufgrund ihres Alkoholkonsums dazu neigen, sich häufiger an das medizinische System zu wenden. Ärzte können auf Warnzeichen von AUD und problematischem Alkoholkonsum achten, um Patienten an Ressourcen für eine angemessene Behandlung zu verweisen.

Diese Studie bietet wichtige Einblicke in die klinische Realität von Patienten mit alkoholbedingten Krankenhausaufenthalten und unterstreicht die Notwendigkeit einer gezielten Pflege und Nachsorge für diese besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen. Die Forschungsergebnisse können dazu beitragen, zielgerichtete Behandlungsmöglichkeiten für eine verbesserte Versorgung dieser Patienten zu entwickeln.

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