Home Medizin Eine hohe Ernährungsqualität im frühen Leben ist mit einem geringeren IBD-Risiko verbunden

Eine hohe Ernährungsqualität im frühen Leben ist mit einem geringeren IBD-Risiko verbunden

von NFI Redaktion


Eine umfassende Ernährung im Alter von einem Jahr kann das spätere Risiko einer entzündlichen Darmerkrankung verringern, dies geht aus einer großangelegten Langzeitstudie hervor, die kürzlich in der Fachzeitschrift „Gut“ veröffentlicht wurde.

Laut den Ergebnissen könnte die Einnahme von Fisch und Gemüse sowie der minimale Verzehr von zuckerhaltigen Getränken im frühen Kindesalter das Schlüssel zur Vorbeugung sein.

Die Zeiten könnten sich ändern, da mehr Beweise für einen möglichen präventiven Nutzen einer spezifischen Ernährung im Säuglingsalter aufgrund ihrer biologischen Plausibilität vorliegen, so ein begleitender Leitartikel.

Weltweit steigt die Anzahl der Fälle von entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Obwohl es dafür keine eindeutige Erklärung gibt, wird vermutet, dass Veränderungen im Ernährungsverhalten und deren Einfluss auf das Darmmikrobiom eine Rolle spielen könnten.

Es gibt zwar verschiedene Studien, die den Einfluss der Ernährung auf das IBD-Risiko bei Erwachsenen untersucht haben, jedoch gibt es nur wenige Untersuchungen zum möglichen Zusammenhang zwischen der frühkindlichen Ernährung und dem Risiko einer entzündlichen Darmerkrankung.

Um diese Wissenslücke zu schließen, griffen die Forscher auf Umfragedaten aus zwei skandinavischen Studien zurück: Die All Babies in Southeast Sweden-Studie (ABIS) mit 21.700 Kindern und die norwegische Mutter-, Vater- und Kind-Kohortenstudie (MoBa) mit 114.500 Kindern.

Eltern wurden zu spezifischen Fragen zur Ernährung ihrer Kinder im Alter von 12–18 Monaten und 30–36 Monaten befragt. Die abschließende Analyse basierte auf Ernährungsinformationen von 81.280 Einjährigen: 11.013 aus ABIS und 70.267 aus MoBa.

Eine höhere Ernährungsqualität, bestimmt durch die Aufnahme von Fleisch, Fisch, Obst, Gemüse, Milchprodukten, Süßigkeiten, Snacks und Getränken, wurde mit Hilfe einer modifizierten Version des Bewertungssystems „Healthy Eating Index“ (HEI) für Kinder bewertet.

Ein höherer Verzehr von Gemüse, Obst und Fisch sowie ein geringerer Verzehr von Fleisch, Süßigkeiten, Snacks und Getränken zeigte einen höheren HEI-Wert an. Der Gesamtwert wurde in Drittel geteilt, um eine niedrige, mittlere oder hochwertige Ernährung zu kennzeichnen.

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