Home Medizin Durvalumab plus Bevacizumab verbessert TACE-Ergebnisse bei HCC

Durvalumab plus Bevacizumab verbessert TACE-Ergebnisse bei HCC

von NFI Redaktion

Das aktuelle Protokoll der eigenständigen transarteriellen Chemoembolisation (TACE) zur Behandlung des inoperablen hepatozellulären Karzinoms (HCC) könnte möglicherweise durch die Zugabe des Checkpoint-Inhibitors Durvalumab und des VEGF-Blockers (VEGF) optimiert werden, nachdem langjährige Bemühungen zuvor gescheitert waren. In einer randomisierten klinischen Phase-3-Studie konnte eine signifikante Erhöhung des mittleren progressionsfreien Überlebens von 8,2 Monaten bei TACE allein auf 15 Monate durch die Kombinationstherapie festgestellt werden (Hazard Ratio 0,77; P = .032). Die EMERALD-1-Studie mit 616 Probanden wurde auf dem Gastrointestinal Cancers Symposium 2024 der American Society of Clinical Oncology vorgestellt.

Die Erkenntnisse dieser Studie basieren auf der bereits zugelassenen Kombination von Bevacizumab und dem Checkpoint-Inhibitor Atezolizumab bei inoperablem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem HCC. Die EMERALD-1-Studie konzentrierte sich auf Patienten mit einer mittelschweren Erkrankung, deren Tumore auf die Leber beschränkt waren. Die Kombination von Durvalumab und Bevacizumab könnte möglicherweise zum Behandlungsstandard für intermediäres inoperables HCC werden, was auch von Studiendiskussionist Josep Llovet, MD, PhD, Leberkrebsspezialist und Forscher, unterstrichen wurde.

Es wird darauf hingewiesen, dass die Gesamtüberlebensergebnisse, die noch ausstehen, gemeldet werden müssen, und potenzielle Patienten, ähnlich wie in der Studie durchgeführt, einer genauen Prüfung unterzogen werden müssen, um das Risiko von Nebenwirkungen zu minimieren. TACE wurde vor etwa 20 Jahren zum Behandlungsstandard für inoperables HCC und die EMERALD-1-Studie stellt eine vielversprechende Entwicklung in diesem Bereich dar.

Erste positive Ergebnisse mit einer systemischen Kombinationstherapie

In der EMERALD-1-Studie wurden Probanden mit einer mittelschweren hepatozellulären Karzinomerkrankung untersucht, die für eine Embolisierung geeignet, aber nicht resezierbar war. Insgesamt wurden die Ergebnisse der Studie als vielversprechend betrachtet, obwohl es keine signifikanten Vorteile für das progressionsfreie Überleben gab, wenn Durvalumab allein zu TACE hinzugefügt wurde.

Die Häufigkeit von Nebenwirkungen war im Bevacizumab/Durvalumab-Arm höher, was jedoch teilweise auf die längere Behandlungsdauer zurückzuführen ist. Die Ergebnisse der EMERALD-1-Studie stellen einen wichtigen Schritt in Richtung einer effektiven systemischen Therapie in Kombination mit TACE dar und zukünftige Studien mit anderen Kombinationstherapien werden erwartet.

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