Home Sport Die Situation von Claudine Gay in Harvard ähnelt der Funktionsweise der NFL, des Sports und Amerikas

Die Situation von Claudine Gay in Harvard ähnelt der Funktionsweise der NFL, des Sports und Amerikas

von NFI Redaktion

Claudine Gay ist die neue Nikole Hannah-Jones auf die gleiche Weise, wie Eric Bieniemy die neueste Version von Sherman Lewis ist. Trotz der Unterschiede zwischen Führung einer Universität und Fußballtraining bleibt der gemeinsame Nenner: Schwarze Menschen werden von bestimmten Machtpositionen ausgeschlossen.

Für beide Frauen könnte die Saison bereits vorbei sein. Gay, die erste schwarze Frau, die jemals als Präsidentin der Harvard University fungierte, trat am Dienstag zurück. Sie stand unter Plagiatsvorwürfen und Kritik wegen ihrer Aussagen bei einer Anhörung im Kongress, bei der sie nicht eindeutig sagen konnte, dass Aufrufe zum Völkermord an Juden auf dem Campus gegen die Verhaltenspolitik der Schule verstoßen würden, laut einem Bericht der Associated Press.

Kurz nach Beginn ihrer Amtszeit kündigte Gay in einem Brief an die Harvard-Gemeinschaft ihren Rücktritt an. Konservative Aktivisten hatten ihre akademische Karriere untersucht und mehrere Fälle von angeblichem Plagiat in ihrer Doktorarbeit von 1997 aufgedeckt. Die Harvard Corporation unterstützte zunächst Gay, fand jedoch später zwei weitere Fälle von unzureichender Zitierung in ihrer Arbeit. Gay muss nun ihre Dissertation aktualisieren und Korrekturen beantragen.

Dieses Geschehen spiegelt ähnliche Vorkommnisse bei Nikole Hannah-Jones wider, als sie bei einer Universität in North Carolina war. Die Rechte wandte bei Hannah-Jones das gleiche Spielbuch an wie bei Gay.

Auch im Sport spiegeln sich ähnliche Probleme wider. Schwarze Mehrheitseigentümer sind in den Profi-Ligen selten und schwarze Cheftrainer haben mit ähnlichen Hürden zu kämpfen. Die Rooney-Regel der NFL ist nichts weiter als eine gefälschte Affirmative Action/DEI-Initiative, um den Eindruck von Vielfalt und sozialer Gerechtigkeit zu erwecken.

Die Verbindungen zwischen diesen verschiedenen Bereichen sind offensichtlich. Die Behandlung von Schwarzen in Führungspositionen in Wissenschaft und Sport wird weiterhin von Vorurteilen und Ausschluss geprägt. Es gibt keine einfache Lösung für diese Probleme, aber ein besseres Verständnis für die Zusammenhänge kann helfen, den ersten Schritt zu einer Veränderung zu machen.

Es bleibt zu hoffen, dass Menschen wie Claudine Gay und Nikole Hannah-Jones weiterhin ihre Plattformen nutzen, um für Veränderung zu kämpfen. Schwarze Führungspersonen müssen zusätzliche Verantwortung als Change Agents für Rassen- und Sozialthemen übernehmen, auch wenn dies nicht zu ihren beruflichen Aufgaben gehört. Wenn wir ein besseres Verständnis für diese Probleme entwickeln, können wir gemeinsam an einer gerechteren Zukunft arbeiten.

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