Home Medizin Die Notwendigkeit einer besseren Einbeziehung von Minderheiten in klinische Studien zum Multiplen Myelom

Die Notwendigkeit einer besseren Einbeziehung von Minderheiten in klinische Studien zum Multiplen Myelom

von NFI Redaktion

Das Multiple Myelom kann eine tödliche Krankheit sein, besonders für Schwarze oder Afroamerikaner. Untersuchungen haben gezeigt, dass die Diagnose und Sterblichkeit bei Schwarzen im Vergleich zu anderen Bevölkerungsgruppen signifikant höher sind.

Ein Grund für diese Ungleichheit liegt darin, dass Schwarze in klinischen Studien unterrepräsentiert sind. Diese Studien sind wichtig, um die Sicherheit und Wirksamkeit neuer Behandlungen zu untersuchen.

Laut einem Bericht von Dr. Nicole Gormley von der FDA waren nur 4,5 Prozent der Teilnehmer an Medikamentenstudien gegen Multiples Myelom zwischen 2003 und 2017 Schwarze, obwohl sie 20 Prozent der Betroffenen ausmachen. Eine ausgewogene Vertretung ist entscheidend, um die Auswirkungen der Krankheit besser zu verstehen.

Die FDA betont die Bedeutung der Vielfalt in klinischen Studien, um die Auswirkungen von Medikamenten auf alle Patienten genau zu beurteilen.

Laut Anne Quinn Young von der Multiple Myeloma Research Foundation gibt es mehrere Gründe, warum Schwarze weniger an klinischen Studien teilnehmen:

Informationsmangel: Schwarze erhalten nicht immer Informationen von ihren Ärzten über die Möglichkeit zur Teilnahme an klinischen Studien.

Vertrauensprobleme im medizinischen System: Historische Ungerechtigkeiten haben zu Misstrauen geführt, obwohl klinische Studien wichtige Therapieoptionen bieten.

Finanzielle Hürden: Menschen mit niedrigem Einkommen haben oft Schwierigkeiten, an klinischen Studien teilzunehmen. Die FDA arbeitet an neuen Richtlinien zur Ermöglichung einer diverseren Studienteilnahme.

Einschlusskriterien: Einige Studien schließen Schwarze aufgrund ihrer Gesundheitsmerkmale aus, was zu einer geringen Teilnahmequote führt.

Die FDA hat im April 2022 neue Leitlinien veröffentlicht, um die Beteiligung von Minderheiten an klinischen Studien zu fördern. Es ist entscheidend, dass die gesamte Gesundheitsgemeinschaft gemeinsam daran arbeitet, die Vielfalt in Studien zu verbessern.

Einige Lösungsvorschläge sind die Erweiterung der Zulassungskriterien, die Erstellung von Diversity-Studienplänen und die Berufung von Diversity-Beauftragten zur Unterstützung bei der Gestaltung und Rekrutierung von Studienteilnehmern.

Gemeindenahe medizinische Zentren nutzen: Durch den direkten Zugang zu Patienten vor Ort können mehr Menschen zur Teilnahme an Studien motiviert werden.

Finanzielle Unterstützung anbieten: Initiativen, die finanzielle Hilfe bei Transport, Kinderbetreuung und verpasster Arbeit bieten, können die Teilnahmebereitschaft steigern.

Studium spezifischer Merkmale des multiplen Myeloms bei Afroamerikanern: Neue Studien decken genetische Unterschiede auf, die die Krankheitsentwicklung beeinflussen, und erfordern eine gezielte Herangehensweise bei Behandlungen.

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