Home Medizin Die COVID-Impfung verringert das Risiko von Tot- und Frühgeburten

Die COVID-Impfung verringert das Risiko von Tot- und Frühgeburten

von NFI Redaktion

OBERSTE ZEILE:

Frühere Untersuchungen haben gezeigt, dass eine SARS-CoV-2-Infektion während der Schwangerschaft das Risiko für Tot- und Frühgeburten erhöht. Eine neue Studie legt nahe, dass der Zeitpunkt der Infektion während der Schwangerschaft eine Rolle spielt, wobei eine frühzeitige Infektion ein höheres Risiko für diese Komplikationen birgt als eine spätere Infektion. Die Studie deutet auch darauf hin, dass die COVID-Impfung das Risiko für Tot- und Frühgeburten senken kann.

METHODE:

  • Die vorliegende Studie war eine retrospektive Kohortenstudie mit 8032 schwangeren Frauen in Deutschland und Österreich, die zwischen 2020 und 2022 in der CRONOS (COVID-19-Related Obstetrics and Neonatal Outcome Study) registriert waren und an COVID-19 erkrankt waren.
  • Frühe SARS-CoV-2-Infektion wurde als Infektion vor der 28. Schwangerschaftswoche definiert, während eine späte Infektion ab der 28. Schwangerschaftswoche auftrat.
  • Die Hauptergebnisse umfassten Totgeburten und Frühgeburten (Geburten vor der 37. Schwangerschaftswoche), wobei die Frühgeburten weiter in frühe Frühgeburten (< 32 Schwangerschaftswochen) und späte Frühgeburten (32 bis 36 Schwangerschaftswochen) unterteilt wurden.

ERGEBNISSE:

  • Die absolute Rate an Totgeburten in dieser Gruppe von infizierten schwangeren Frauen war sehr gering (0,87%), während die Rate für frühe Frühgeburten bei 2,05% und für späte Frühgeburten bei 8,34% lag.
  • Ein früher SARS-CoV-2-Infektion erhöhte das Risiko für Totgeburten und frühe Frühgeburten im Vergleich zu späteren Infektionen um das Sechsfache. Das Risiko für späte Frühgeburten war jedoch nach frühzeitigen Infektionen nicht erhöht.
  • Die COVID-Impfung reduzierte das Risiko für Totgeburten signifikant um 68% im Vergleich zu keiner Impfung. Auch das Risiko für frühe und späte Frühgeburten wurde durch die Impfung gesenkt.

PRAXISANWENDUNG:

Die Autoren betonen die Wichtigkeit der Überwachung von Schwangerschaftskomplikationen wie Tot- und Frühgeburten bei einer frühzeitigen SARS-CoV-2-Infektion und empfehlen die Impfung als Schutzmaßnahme gegen diese Risiken.

QUELLE:

Die leitende Autorin dieser Studie, Antonella Iannaccone von der Universität Duisburg-Essen in Deutschland, hat die Studie in der Zeitschrift für klinische Medizin veröffentlicht.

EINSCHRÄNKUNGEN:

Die Studie war retrospektiv und es fehlte eine Vergleichsgruppe nicht-infizierter Schwangerer. Finanziert wurde die Studie von verschiedenen Organisationen, und es wurden keine Interessenkonflikte berichtet.

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