Home Medizin Die CAR-T-Krebstherapiekapazität von Gilead soll sich bis 2026 vervierfachen

Die CAR-T-Krebstherapiekapazität von Gilead soll sich bis 2026 vervierfachen

von NFI Redaktion

In Frederick, Maryland, hat Gilead Sciences durch Verbesserungen in seinen Herstellungsprozessen die Produktion seiner Zelltherapie-Krebsbehandlungen deutlich gesteigert. Ein Manager des US-Biotech-Unternehmens berichtete Reuters, dass die Kapazität bis 2026 vervierfacht werden soll.

Cindy Perettie, Executive Vice President der Kite-Zelltherapieeinheit von Gilead, erklärte, dass diese Optimierungen bereits zu einer Steigerung der Anzahl von Patientenbehandlungen von 6.000 auf 10.000 pro Jahr geführt haben. Bis 2026 plant das Unternehmen, ohne zusätzliche Investitionen eine Kapazität für 24.000 CAR-Ts pro Jahr zu erreichen.

Zelltherapien wie Yescarta und Tecartus spielen eine immer wichtigere Rolle für Gilead, das seine Präsenz in der Onkologie ausbaut und sich von seinem Kerngeschäft mit HIV diversifiziert. Durch verkürzte Durchlaufzeiten konnte Gilead bereits die Produktionszeit von Yescarta auf 14 Tage senken.

Nach der Übernahme von Kite im Jahr 2017 plant Gilead, Onkologieprodukte bis zum Ende des Jahrzehnts zu einem Drittel seines Umsatzes zu machen. Die CAR-T-Therapie, bei der die eigenen T-Zellen des Patienten manipuliert werden, hat das Potenzial, verschiedene Blutkrebsarten zu behandeln.

Gilead ist laut Perettie Marktführer im Bereich CAR-T-Therapie und strebt an, seinen Marktanteil für Yescarta und Tecartus durch einen breiteren Zugang in mehr Krankenhäusern zu erweitern. Ein Netzwerk von Gesundheitszentren in den USA wird geschaffen, um mehr Patienten die Therapie zugänglich zu machen.

Gilead plant, seine Gesamtreichweite von CAR-T in den USA auszubauen und auch den Marktanteil zu steigern. Trotz eines vorübergehenden Umsatzrückgangs im vierten Quartal 2023 wird erwartet, dass das Wachstum später im Jahr wieder an Fahrt gewinnt. Positive Daten aus Studien zur Wirksamkeit von CAR-T-Therapien gegen verschiedene Krankheiten geben Anlass zur Hoffnung auf weiteren Erfolg in der Zukunft.

(Berichterstattung von Michael Erman; Redaktion von Caroline Humer und Bill Berkrot)

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