Home Familie Die Ansichten der Väter zu Familie und Beruf nach den COVID-19-Lockdowns

Die Ansichten der Väter zu Familie und Beruf nach den COVID-19-Lockdowns

von NFI Redaktion




Wichtige Erkenntnisse für Pflegekräfte

Wichtige Erkenntnisse für Pflegekräfte

Väter möchten oft für ihre Kinder da sein und sich an den Aufgaben im Haushalt beteiligen, können jedoch an Möglichkeiten und Selbstvertrauen mangeln. Sie sehen sich möglicherweise als „Helfer“ statt als Eltern.

Australische Väter in unserer kleinen Studie berichteten, dass sie während der COVID-19-Lockdowns mehr Zeit mit ihren Kindern verbrachten und die daraus resultierenden Vorteile für sich und ihre Kinder sahen.

Trotz Elternurlaubsregelungen und Möglichkeiten für flexiblere Arbeitsregelungen erleben Väter am Arbeitsplatz immer noch ein unausgesprochenes Stigma, wenn sie Urlaub nehmen oder die Arbeit vorzeitig verlassen, um Zeit mit ihren Kindern zu verbringen. An einigen Arbeitsplätzen änderte sich dies nach den Pandemie-Lockdowns.

Wie waren Väter von den Veränderungen in der Elternschaft während der COVID-19-Lockdowns betroffen?

Die COVID-19-Pandemie und die damit verbundenen Ausgangsbeschränkungen führten für viele Familien zu einer abrupten und komplexen Störung der herkömmlichen Arbeits- und Privatlebensmuster. Eine britische Studie ergab beispielsweise, dass Eltern von Kindern unter 12 Jahren zu Beginn der Pandemie fast 50 Stunden mehr pro Woche mit der Betreuung ihrer Kinder verbrachten als vor der Pandemie.

Wir untersuchten die Erfahrungen der Väter mit dem Lockdown und die Auswirkungen dieser längeren Zeit mit ihren Kindern auf ihre Ansichten über ihre Beziehung zu ihren Kindern und ihre Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Untersuchung der Sichtweisen von Vätern auf Elternschaft vor und zu Beginn der Pandemie

Die australischen Väter, die wir befragt haben, waren alle mit Frauen verheiratet und lebten mit ihren Kindern zusammen. Die meisten Väter waren während der Pandemie Vollzeit berufstätig und arbeiteten von zu Hause aus. Wir haben sie zu vier Hauptthemen interviewt:

  1. Die Arten von Aktivitäten, die sie mit ihren Kindern vor und während des COVID-19-Lockdowns unternommen haben
  2. Ihre Gedanken über ihre Kinder und sich selbst als Eltern
  3. Die Auswirkungen von COVID-19 auf die Aufteilung von Haushaltsaufgaben
  4. Ihre Einstellung zu flexiblen Arbeitsregelungen

Ergebnis 1: Väter legten Wert darauf, bei ihren Kindern „präsent“ zu sein

Wir analysierten Aufzeichnungen unserer Interviews mit Vätern, um Gemeinsamkeiten in den Antworten zu identifizieren. Die drei Hauptthemen, die wir identifiziert haben, spiegeln die Bedeutung der Präsenz als Vater wider:

  • Väter berichteten von einem anhaltenden Wunsch, für ihre Kinder da zu sein.
  • Trotz der Belastungen durch den Lockdown schätzten Väter die Möglichkeit, mehr Zeit mit ihren Kindern zu verbringen und mitzuerleben, wie sie neue Fähigkeiten, Interessen und Persönlichkeitsmerkmale entwickelten.
  • Väter berichteten, dass sie am Arbeitsplatz und zu Hause widersprüchliche Belastungen verspürten, die sie daran hinderten, anwesend zu sein.

Studien haben gezeigt, wie wichtig es ist, dass Väter eine aktive Rolle in der Entwicklung ihrer Kinder übernehmen. Die Zunahme gemeinsamer Erlebnisse während der Pandemie kann sich langfristig positiv auf Väter und ihre Kinder auswirken.

Erkenntnis 2: Die Pandemie führte zu einigen Veränderungen in den Rollen und Erfahrungen der Väter

Ein Jahr nach den ersten Interviews haben wir zehn Väter kontaktiert, um die Auswirkungen ihrer Erfahrungen zu untersuchen. Obwohl viele Paare im Vereinigten Königreich mit kleinen Kindern zur traditionellen geschlechtsspezifischen Kluft bei Kinderbetreuung und Haushaltspflichten zurückkehrten, ergab unsere Folgeumfrage, dass neun der zehn australischen Väter ihre Arbeitsgewohnheiten geändert hatten.

Nach ihren Erfahrungen mit der Elternschaft während des Lockdowns haben viele dieser Väter Änderungen vorgenommen, um sich aktiver an der Betreuung ihrer Kinder zu beteiligen, indem sie beispielsweise mehr Schulabholungen und -abgaben durchführten.

Positive Veränderungen am Arbeitsplatz

Mehrere Väter sagten, sie hätten positive Veränderungen in den Einstellungen und Verhaltensweisen ihrer Arbeitsplatzmanager und Kollegen wahrgenommen. Nach den Lockdowns veränderte sich die Arbeitskultur dieser Väter, flexible Arbeitszeiten wurden weniger verpönt und es gab keine Stigmatisierung mehr.


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