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Deutlicher Anstieg von Schlafstörungen bei Kindern und Jugendlichen weltweit

von NFI Redaktion

In einer kürzlich veröffentlichten Studie in der Zeitschrift Translationale Psychiatrie analysierten Forscher die Prävalenz von Schlafstörungen bei Kindern und Jugendlichen weltweit während der Coronavirus-Pandemie 2019 (COVID-19). Sie führten eine systematische Literaturrecherche und Metaanalyse durch. Der Artikel mit dem Titel „Prävalenz von Schlafstörungen bei Kindern und Jugendlichen während der COVID-19-Pandemie: eine Metaanalyse und systematische Überprüfung epidemiologischer Erhebungen“ wurde in der Studie veröffentlicht. Die Forscher stellten fest, dass die Auswirkungen von COVID-19 über die körperliche Gesundheit hinausgehen und vor allem die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen beeinträchtigen.

Lockdowns und soziale Distanzierung führten zu einem Anstieg von Angstzuständen, PTBS, Depressionen und Schlafstörungen bei jungen Menschen. Die Prävalenz von Depressionen und Angstzuständen bei Jugendlichen während der Pandemie lag bei rund 25,2 % bzw. 20,5 %. Schlafstörungen, beeinflusst durch Stress und gestörte Routinen, schwanken in der Prävalenz von 35,7 % bis 54 %. Angesichts dieser Ergebnisse betonen die Forscher die dringende Notwendigkeit einer umfassenden Analyse und weiteren Erforschung der anhaltenden Auswirkungen der Pandemie auf die psychische Gesundheit und Schlafgewohnheiten junger Menschen.

Die Metaanalyse zur Prävalenz von Schlafstörungen bei Kindern und Jugendlichen während der COVID-19-Pandemie richtete sich nach den Richtlinien Preferred Reporting Items for Systematic Reviews and Meta-Analyses (PRISMA) und wurde beim International Platform of Registered Systematic Review and Meta-analysis Protocol (INPLASY) registriert. Die Forscher durchsuchten große internationale und chinesische Datenbanken und identifizierten relevante Studien anhand vordefinierter Kriterien.

Die Ergebnisse der Metaanalyse, die 57 Artikel mit 206.601 Teilnehmern umfasste, lieferten wichtige Erkenntnisse zu Schlafstörungen bei Kindern und Jugendlichen während der COVID-19-Pandemie. Die gepoolte Prävalenz von Schlafstörungen betrug 34 %, was auf erhebliche Schlafstörungen bei Jugendlichen während der Pandemie hinweist.

Die Sensitivitätsanalyse ergab keine vereinzelten Studien, die diese Prävalenz signifikant veränderten. Subgruppen- und Meta-Regressionsanalysen geben Aufschluss über verschiedene Einflussfaktoren auf Schlafstörungen. Bemerkenswert ist, dass die Prävalenz der von den Eltern gemeldeten Schlafstörungen deutlich höher war als die der selbst gemeldeten Fälle.

Die Ergebnisse dieser Studie legen nahe, dass die Schlafstörungen bei jüngeren Kindern während der Pandemie zugenommen haben, was möglicherweise auf die eingeschränkten Outdoor- und sozialen Aktivitäten zurückzuführen ist. Weitere Forschung ist erforderlich, um die langfristigen Auswirkungen der Pandemie auf die psychische Gesundheit und Schlafgewohnheiten junger Menschen zu verstehen.

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