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Der Zusammenhang zwischen Ernährung und Darmkrebsrisiko

von NFI Redaktion

In einer neuen Fall-Kontroll-Studie, veröffentlicht in JAMA-Netzwerk geöffnet, haben Forscher aus Südkorea die genetischen Varianten untersucht, die den Zusammenhang zwischen Ernährung und dem Risiko für Darmkrebs verändern.

Die Forscher entdeckten, dass bestimmte Einzelnukleotid-Polymorphismen (SNPs) im EPDR1-Gen den Einfluss des Fischverzehrs auf das Risiko für Darmkrebs verändern können.

Des Weiteren wiesen sie auf mögliche Mechanismen hin, die die Verbindung zwischen dem Konsum von Tee, Milch, Käse und Alkohol und der Entwicklung von Darmkrebs erklären könnten.

Die Assoziation zwischen Ernährung und Darmkrebsrisiko

Studie: Genomweite Interaktionsstudie zur Nahrungsaufnahme und zum Darmkrebsrisiko in der britischen Biobank. Bildnachweis: BlurryMe/Shutterstock.com

Hintergrund

Darmkrebs (CRC) ist die zweithäufigste Krebsart in Europa und eine der häufigsten Krebsarten im Vereinigten Königreich. Es gibt Hinweise darauf, dass der Konsum von Fleisch und Alkohol das Risiko für Darmkrebs erhöhen kann, während der Verzehr von Fisch, Milch, Obst und Gemüse einen umgekehrten Zusammenhang aufweist. Genetische Faktoren spielen eine Rolle bei der Beeinflussung von Ernährungsgewohnheiten und dem Risiko für Darmkrebs.

Technologische Fortschritte haben genomweite Assoziationsstudien ermöglicht, die genetische Varianten identifizieren können, welche die Interaktion zwischen Genen und Ernährung beeinflussen.

Ernährungsfaktoren können die Entwicklung von Darmkrebs beeinflussen, indem sie die Genexpression modulieren oder Stoffwechselvorgänge aktivieren.

Frühere Studien haben sich mit verschiedenen Mechanismen befasst, die auf einen Zusammenhang zwischen Ernährung und Darmkrebs hinweisen, jedoch wurden die spezifischen Gene und Signalwege, die daran beteiligt sind, noch nicht vollständig dokumentiert.

In der vorliegenden Studie führten die Forscher eine Analyse von Gen-Ernährungs-Interaktionen durch, um genetische Varianten zu identifizieren, die den Zusammenhang zwischen Ernährung und dem Risiko für Darmkrebs beeinflussen.

Über die Studie

Die Daten stammen aus der UK Biobank und umfassen Teilnehmer, die zwischen 2006 und 2010 rekrutiert wurden. Die Studie schloss Teilnehmer mit bestimmten Merkmalen aus und beinhaltete insgesamt über 18.000 Teilnehmer.

Informationen zur Nahrungsaufnahme wurden über Fragebögen erfasst, und die genetischen Daten wurden analysiert, um Varianten zu identifizieren, die die Interaktion zwischen Genen und Ernährung beeinflussen.

Eine Vielzahl von Genen und Signalwegen, die mit der Nahrungsaufnahme von Milch, Käse, Tee und Alkohol interagieren, wurden identifiziert. Diese Erkenntnisse könnten zu personalisierten Präventionsstrategien für Darmkrebs führen.

Resultate und Diskussion

Die Studie zeigte, dass bestimmte genetische Varianten in Verbindung mit der Nahrungsaufnahme signifikante Auswirkungen auf das Darmkrebsrisiko haben können. Insbesondere das EPDR1-Gen wurde als bedeutsam im Zusammenhang mit dem Fischverzehr identifiziert.

Weitere Untersuchungen sind erforderlich, um die biologischen und funktionellen Wege, die diesem Zusammenhang zugrunde liegen, besser zu verstehen.

Zusammenfassend legen die Ergebnisse nahe, dass die Interaktion zwischen Genen und Ernährung einen Einfluss auf das Risiko für Darmkrebs haben kann und weitere Untersuchungen erforderlich sind, um diese Zusammenhänge zu bestätigen und zu vertiefen.

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