Weihrauch

Überblick:

Weihrauch ist in Europa nicht als Medikament zugelassen. Es darf also nur als Nahrungsergänzungsmittel beworben und eingesetzt werden. Die Wirkung des Weihrauchs beruht auf Boswelliasäuren, und die sind nicht in allen Nahrungsergänzungsmitteln zu finden. Wechselwirkungen und Nebenwirkungen sind möglich, deshalb sollten insbesondere Menschen mit Vorerkrankungen Weihrauchkapseln nur nach Rücksprache mit ihrem behandelnden Arzt oder der Ärztin einsetzen. Beworben werden Präparate mit Boswellia Serrata trotzdem – sie sollen gegen Krebs, bei Gicht, Arthrose und Rheuma sowie bei Autoimmunerkrankungen wirksam sein. Gibt es wissenschaftliche Studien? Ist die Weihrauch Wirkung bei diesen Erkrankungen nachgewiesen? Sie erfahren, was genau Weihrauch eigentlich ist, in welchen Formen der Wirkstoff Boswelia (korrekt Boswellia) erhältlich ist, gegen welche Erkrankungen Weihrauchsalbe und ähnliche Produkte empfohlen werden und wie die Präparate eingesetzt werden können.

Was ist Weihrauch

1. Was ist Weihrauch?

Weihrauchextrakt wird aus dem Harz der Weihrauch Pflanze, einem Baum, gewonnen. Der Weihrauchbaum ist im Norden Afrikas heimisch, wächst außerdem im Nahen Osten und wird dort auch kultiviert. Denn Weihrauchextrakt wird schon seit vielen Jahrhunderten zur Behandlung entzündlicher Erkrankungen eingesetzt. Traditionell sollen die Präparate bei

  • Arthritis
  • Darmerkrankungen
  • Herzkrankheiten

Linderung verschaffen.

Natürlich unterscheiden sich die Formen, in denen Weihrauchextrakt traditionell eingesetzt wird, stark von den heute verfügbaren Präparaten. Als Nahrungsergänzungsmittel ist Weihrauchextrakt in Form von Tabletten, Kapseln, Öl und Salbe verfügbar. Und natürlich wird es in der Naturheilkunde hin und wieder auch als Räucherharz eingesetzt – dem entstehenden wohlriechenden Rauch wird reinigende Wirkung nachgesagt, Weihrauchmischungen sollen entzündungshemmend und heilend wirken. Das geht aber über die Verwendung als Nahrungsergänzungsmittel hinaus und soll daher hier nicht weiter beachtet werden. Für Sie ist interessant, wie Tabletten, Kapseln, Salben und Öle mit dem Wirkstoff Boswellia Serrata wirken und wie sie eingenommen werden.

Wie bei vielen pflanzlichen Heilmitteln, die aus der traditionellen Medizin bekannt sind, wurde auch die Wirkung des Weihrauchharzes wissenschaftlich untersucht. Zahlreiche Studien befassen sich damit. Heißt das nun, man sollte Weihrauch kaufen? Ja und nein. Denn die Lage ist nicht ganz eindeutig – wie bei allen Pharmazeutika (Pflanzenmedikamenten) gibt es Nebenwirkungen, und die Behandlung ist nicht für jeden gleichermaßen geeignet. Aber was genau wirkt da?

Weihrauch nfi Leitfaden
Wie wirkt Weihrauch

2. Wie wirkt Weihrauch?

Der in Weihrauchöl, Kapseln, Tabletten und Salben enthaltene Wirkstoff ist Boswelliasäure. Diese Säure senkt die Entzündungsmarker im menschlichen Körper und unterstützt die Immunfunktion. Das bedeutet konkret: Die Präparate hemmen entzündliche Zytokine und die Mediatoren. Können sich die entzündlichen Zytokine und Mediatoren frei im Körper bewegen, schädigen sie die DNA. Das fördert beispielsweise Tumorwachstum, und gesunde Zellen werden zerstört. Diese Prozesse unterbricht das Weihrauchextrakt:

  • Die Zytokinproduktion wird gestört.
  • In der Folge werden weniger Entzündungen hervorgerufen.
  • Empfindlichkeiten reduzieren sich.
  • Die Lymphozyten (weißen Blutkörperchen) werden reguliert.
  • Die Produktion von Immunglobulin G oder IgG (Antikörper) wird reguliert.
  • Dadurch ist der Körper besser vor bakteriellen und viralen Infektionen geschützt.

 

Jetzt wissen Sie, wie genau Weihrauchpräparate wirken. Aber wie kann man das nutzen, wofür können die positiven Wirkungen von Weihrauchextrakt eingesetzt werden? Boswellinsäurehaltige Präparate schalten kurz gesagt die Reaktionen des Immunsystems aus, die Entzündungen verursachen. Schmerzen und Entzündungen werden also reduziert. Das kann beispielsweise in der Krebstherapie eingesetzt werden. Als Ersatz von konventionellen Schmerzmitteln soll Weihrauch in dieser Anwendung weniger Nebenwegen zeigen beziehungsweise von vielen Menschen sogar nebenwirkungsfrei genutzt werden können.

Es geht also bei der positiven Wirkung von Boswellia-haltigen Präparaten um das Harz der Weihrauch Pflanze. Was genau ist in diesem Harz enthalten, was macht es in der Medizin so interessant? Das Harz besteht zu etwa 5 bis 10 Prozent aus ätherischen Ölen. Diese Öle wiederum enthalten

  • Monoterpene
  • Diterpene
  • Triterpene
  • Tetrazyklische Triterpensäuren
  • Boswellische Triterpensäuren

 

Genau diese boswellischen Triterpensäuren sind so interessant für die Weihrauch Wirkung gegen entzündliche Prozesse im Körper. Denn sie hemmen die Enzyme, die für die Entzündungen verantwortlich sind.

Interessant ist auch das im Weihrauchharz enthaltene AKBA. Die Abkürzung steht für 3-0-Acetyl-11-keto-beta-boswellinsäure. Die Chemikalie funktioniert ähnlich wie ein Schmerzmittel, aber die genaue Wirkung ist dann doch anders. Denn anstatt an Schmerzrezeptoren anzubinden, aktiviert die chemische Verbindung verschiedene Enzyme. Die Verbindung kann Magen und Darm passieren, ohne zersetzt zu werden, hat dadurch also weniger Nebenwirkungen als herkömmliche Schmerzmittel und Entzündungshemmer. AKBA wird vor allem in der Behandlung von Arthritis und Bronchialasthma sowie bei chronischer Colitis und Colitis ulcerosa, bei Morbus Crohn und Krebs als vielversprechende Alternative zu herkömmlichen Wirkstoffen gesehen.

Incensolacetat kann Entzündungen im Körper ebenso effektiv senken. Vor allem bei Entzündungen im Gehirn ist das der Fall: Der im Weihrauchextrakt enthaltene Wirkstoff schützt die Neuronen, hemmt die Bildung von Tumoren und wirkt stimmungsaufhellend. Damit entfalten die verschiedenen weihrauchhaltigen Präparate auch eine natürliche antidepressive Wirkung.

Beste Weihrauch

3. Welches Weihrauch ist das Beste?

Unterschiedlicher Wirkstoffgehalt, verschiedene Darreichungsformen als Salben, Tabletten oder Kapseln, Öl oder Harz, und dazu noch ganz verschiedene Empfehlungen bezüglich der jeweiligen Tagesdosis: Welches Präparat mit Boswellia Serrata ist denn nun überhaupt empfehlenswert? Da die Präparate mit Weihrauchextrakt nicht als Arzneimittel verkauft werden dürfen, unterliegen sie auch nicht den entsprechenden Kontrollen. Sie sind frei im Handel verfügbar, und natürlich preist jeder Hersteller sein eigenes Präparat als das Beste an.

Achten Sie darauf, dass Ihr Nahrungsergänzungsmittel aus deutscher Herstellung stammt. Das Präparat sollte nur Weihrauchextrakt als Wirkstoff enthalten und nicht mit anderen Stoffen gemischt sein. Uns sind die Weihrauch Kapseln vom Hersteller dreikraut positiv aufgefallen. Die Kapseln enthalten je 400 mg Boswellia Serrata, der Hersteller lässt sie in Deutschland produzieren und garantiert, dass ausschließlich 100 % Indisches Weihrauchextrakt enthalten ist. 65 % Boswellia-Säure enthält dieses Weihrauchextrakt, sodass Sie mit jeder Tagesdosis 1040 mg Boswelia zu sich nehmen. Die Kapseln sind vegan und frei von Hilfs- und Zusatzstoffen, sie werden in einem deutschen Labor auf ihre Reinheit überprüft. Die Dosierungsempfehlungen sind auf die Konzentration des Wirkstoffs in den Kapseln abgestimmt und basieren auf den Ergebnissen der bislang vorliegenden Studien zur Weihrauch Wirkung.

Was die Weihrauch Kapseln von dreikraut aber wirklich interessant macht, ist das Indische Weihrauchextrakt. Der Hersteller schickt Experten nach Indien, um dort die Erzeugerbetriebe auszuwählen. Das verwendete Weihrauchharz stammt aus nachhaltigen Wildsammlungen, die auf einen Erhalt des Baumbestandes hin ausgerichtet sind. Eingekauft wird das verwendete Harz direkt bei den Erzeugern, ohne Zwischenhändler und Großhandel. Dadurch können die Erzeuger fair bezahlt werden, und natürlich werden die Arbeitsbedingungen vor Ort auch regelmäßig kontrolliert. Das Verhältnis von Preis und Leistung stimmt bei dreikraut, die Packung enthält 140 Kapseln und kostet unter 20 Euro.

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Hilft Weihrauch

4. Gegen welche Beschwerden hilft Weihrauch?

Weihrauchsalbe und Tabletten, Weihrauchkapseln und -öl werden bei ganz unterschiedlichen Erkrankungen und Symptomen empfohlen. Allerdings sind nicht alle Darreichungsformen immer gleich gut geeignet, und die Präparate dürfen gar nicht als Medikamente genutzt werden. Sie können nur als Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt werden. Trotzdem sollte bei allen ernsteren Erkrankungen immer Rücksprache mit dem behandelnden Arzt oder der behandelnden Ärztin gehalten werden. Denn wie andere Phytopharmaka auch, können Weihrauchextrakte zu Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten führen. Manche Menschen leiden unter Unverträglichkeiten oder Allergien, bisweilen entwickeln die Präparate ernstzunehmende Nebenwirkungen.

4.1 bei Entzündungen

Terpene und vor allem Boswellia Säure (manchmal auch als Boswellia bezeichnet) entfalten in Produkten mit Weihrauchextrakt ihre entzündungshemmende Wirkung. [1] Diese Inhaltsstoffe schützen gesunde Zellen vor Angriffen. Was genau sind Terpene? Als Terpene bezeichnet man die Chemikalien, die in Eukalyptus, Basilikum, Zitrusfrüchten, Pfefferminze und Weihrauchharz so intensiv riechen. Die Pflanzen enthalten Terpene, weil sie sich damit vor Schädlingen und Umwelteinflüssen schützen. Terpene entfalten im menschlichen Körper die gleiche Wirkung, sie wehren freie Radikale ab und schützen die Zellen – Entzündungen bilden sich gar nicht erst.

4.2 gegen Arthritis

Die Natural Medicines Comprehensive Database hat eine Studie veröffentlicht, laut der Boswelliaextrakt-haltige Präparate Schmerzen und Schwellungen bei Arthritis und Osteoarthritis sowie anderen entzündlichen Gelenkerkrankungen lindern kann. [2] Die Schmerzen waren, so die Aussagen der Studienteilnehmenden, um bis zu 45 Prozent reduziert. Das sind Werte, die auch verschreibungspflichtige Medikamente erreichen. Weihrauch Tabletten und andere weihrauchhaltige Präparate sind also als Schmerzstiller und zum Abheilen von Schwellungen bei Gelenkproblemen durchaus geeignet. Auch im Journal of Phytotherapy and Phytopharmacology wurde eine solche Studie veröffentlicht, diesmal verglichen die Forscher die schmerzstillenden Effekte von weihrauchhaltigen Produkten mit Placebos. Und auch hier zeigte sich eine deutliche schmerzstillende, entzündungshemmende und anti-arthritische Wirkung. Allerdings ist nicht ersichtlich, ob diese Wirkung nur bei Tabletten und Kapseln mit Weihrauchextrakt, also einer oralen Anwendung, oder vielleicht auch bei äußerlichen Behandlungen mit Weihrauchöl und/oder Weihrauchsalbe erreicht werden kann. Interessant ist, dass bei beiden Studien keine Nebenwirkungen der weihrauchhaltigen Präparate festgestellt wurden, die konventionellen Medikamente aber durchaus nach längerer Einnahme Nebenwirkungen zeigten.

4.3 bei Krebs

Wenn es um Heilmittel bei Krebs geht, ist immer etwas Vorsicht geboten: Viele Medikamente, die in der Krebstherapie eingesetzt werden, sollen nicht den Krebs selbst heilen. Sondern sie dienen dazu, die Symptome der Tumorerkrankungen für Patienten und Patientinnen erträglicher zu machen und die extremen Nebenwirkungen der Krebstherapien zu unterdrücken oder wenigstens abzumildern. Und genau in diesem Zusammenhang muss Weihrauchöl in der Krebstherapie gesehen werden. Die Einnahme von Weihrauch Kapseln oder Weihrauch Tabletten kann erst einmal nur Schmerzen lindern und Entzündungen schneller abklingen lassen. Weitaus interessanter scheint Weihrauchöl jedoch in der Prävention zu sein. Einzelne Inhaltsstoffe des Weihrauchs können die Bildung von Tumorzellen unterbinden, indem sie die Körperzellen vor freien Radikalen schützen und damit die DNA intakt halten. [3] Eine präventive Wirkung können Boswellia-haltige Präparate möglicherweise bei den folgenden Krebsarten entfalten:

  • Gehirnkrebs
  • Brustkrebs
  • Darmkrebs
  • Bauchspeicheldrüsenkrebs
  • Prostatakrebs
  • Magenkrebs

 

Studien zeigen dabei deutlich, dass weihrauchhaltige Produkte auch in der Krebsbehandlung eingesetzt werden können. Denn die Nebenwirkungen von Chemotherapie und Bestrahlung gehen mit extremen Schmerzen einher, die den Betroffenen allen Lebensmut nehmen können. Boswelia lindert diese Nebenwirkungen. Die Entzündungen klingen schneller ab, Gelenkschmerzen werden gemildert, Schwellungen gehen zurück und sogar die Verdauung wird stimuliert. Selbst die bisweilen als unerträglich beschriebenen Kopfschmerzen unter der Therapie können weihrauchhaltige Produkte mildern. Trotzdem sind Weihrauchkapseln kein Heilmittel gegen Krebs!

4.4 gegen Autoimmunerkrankungen

Weihrauchharz wird in Nordafrika und im Nahen Osten schon seit vielen Jahrhunderten therapeutisch eingesetzt. Boswellia gilt als Heilmittel bei Erkrankungen des Autoimmunsystems. [4] Gegen Asthma, Arthritis und chronische Darmerkrankungen wirkt das Harz des Weihrauchbaums sehr gut. Denn es beeinträchtigt die Entwicklung der Autoimmunerkrankungen. Weihrauchhaltige Präparate kontrollieren die Immunglobuline, die das Immunsystem bei der Bekämpfung angenommener Bedrohungen produziert. Unter dem Einfluss von Weihrauchharz ist die Produktion von Leukotrinen gehemmt. Leukotrinen treten dann im Körper auf, wenn chronische Entzündungen vorhanden sind.

Wann spricht man von einer Autoimmunerkrankung? Immer dann, wenn im Körper Erreger oder unerwünschte Stoffe festgestellt werden, produziert das Immunsystem verschiedene Arten von Antikörpern. Diese Antikörper greifen aber manchmal Zellen des eigenen Körpers an – warum das passiert, ist nicht immer klar. Wenn Antikörper das eigene gesunde Gewebe und eigene Organe angreifen, spricht man von einer Autoimmunerkrankung. In diesen Fällen kann die leukotrinenhemmende Wirkung von Weihrauchpräparaten tatsächlich hilfreich sein.

4.5 bei Reizdarmsyndrom

Leukotrinen spielen jedoch auch beim Reizdarmsyndrom eine wichtige Rolle, sogar bei Colitis ulcerosa und Morbus Crohn. Die Erkrankungen äußern sich durch Entzündungen des Verdauungstraktes und besonders der Darmschleimhaut. Ist diese entzündet, funktioniert die Nährstoffaufnahme nicht mehr so, wie das der Fall sein sollte. Auch die Ausscheidung verläuft nicht so, wie man das bei einem gesunden Menschen erwarten würde. Da das Reizdarmsyndrom für den gesamten Organismus schwere Folgen hat, muss es unbedingt behandelt werden. Die verschiedenen Erkrankungen, die hinter dem Syndrom stecken, beeinflussen auch andere Teile des Verdauungssystems. Mund und Speiseröhre sowie der Magen können betroffen sein. Präparate mit Boswellia Serrata können die Entzündungen abmildern oder abklingen lassen, sodass sich die Nährstoffaufnahme und die Verdauung wieder normalisieren. [5]

4.6 gegen Infektionen

Infektionen der Atemwege werden häufig mit Inhalation behandelt. Ätherische Öle, die zusammen mit dem heißen Wasserdampf durch die Atemwege strömen, verschaffen Linderung. Weihrauchhaltige Präparate verschaffen bei Husten und anderen Erkältungssymptomen, bei grippalen Infekten und Halsweh ebenfalls Erleichterung. [6] Denn die Wirkstoffe des Weihrauchs verhindern allergische Reaktionen. Asthma wird abgemildert, der Schleim kann leichter aus der Lunge abgehustet werden. Und die entzündungshemmende Wirkung der Weihrauchpräparate tragen ebenfalls zu einer Linderung der Symptome bei. Weihrauchpräparate werden in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) zusätzlich für eine bessere Durchblutung und eine Beschleunigung der Heilungszeit eingesetzt. Beides kommt dem Immunsystem zugute. Bakterielle und virale Infektionen, die sich in Erkältungen, einem grippalen Infekt oder der (Virus-) Grippe äußern, können nach TCM ebenfalls mit Weihrauchextrakt behandelt werden. Inzwischen befassen sich sogar medizinische Studien mit dem antivitalen Effekt von Weihrauchharz.

Dosierung und Einnahme Weihrauch

5. Wie wird Weihrauch eingenommen bzw. wie dosiert man es?

Eine einheitliche Empfehlung zur Dosierung gibt es nicht, denn die verschiedenen Präparate enthalten unterschiedlich viel Wirkstoff. Dazu kommt, dass Weihrauchharz ein Naturprodukt ist. Der Wirkstoffgehalt im verwendeten Harz schwankt also, abhängig davon, unter welchen Bedingungen die Weihrauch Pflanze wächst.

Was heißt das nun für die Weihrauch Anwendung? Weihrauchöl kommt immer dann zum Einsatz, wenn es um die Haut geht. Als ätherisches Öl kann es auf juckende, entzündete und gereizte Hautstellen aufgetragen werden und sorgt dort unmittelbar für Linderung. Wenn Sie Weihrauchsalbe bevorzugen, achten Sie bitte darauf, was für ein Produkt genau Sie mit Weihrauch kaufen. Sind noch andere Wirkstoffe enthalten? Wenn ja, welche? Und kann es eventuell zu Wechselwirkungen kommen? Besser ist es, ein reines Produkt ohne Wirkstoffkombinationen zu kaufen.

Weihrauchöl kann übrigens auch in einen Zerstäuber gefüllt werden. Wenige Tropfen im Tee oder auf der Zunge eignen sich, um Schleim in den Bronchien zu lösen, so dass dieser leichter abgehustet werden kann. Bei Asthma wird empfohlen, ein paar Tropfen des Öls auf ein Tuch aufzutragen und mehrmals täglich zu inhalieren. Weihrauchsalbe wird auf die Haut einfach aufgetragen.

Reines ätherisches Öl sollten Sie jedoch nie einfach auf die Haut auftragen. Das Öl sollt mit einem Trägeröl wie beispielsweise Kokosnussöl vermischt werden. Das ist wichtig, denn das starke, hochwirksame ätherische Öl ruft in reiner Form heftige Reaktionen bis hin zu starken Allergien hervor!

Bei Weihrauchkapseln und Tabletten sollte man darauf achten, dass die Präparate auch tatsächlich aus Boswellia Serrata und nicht aus einer anderen Form von Boswelia hergestellt sind. Der Gehalt an Boswelliasäuren sollte bei 37 Prozent oder darüber liegen. Je mehr Wirkstoff enthalten ist, also je reiner die Weihrauch Tabletten sind, desto effektiver sind die Präparate. Geht es nur darum, eine Entzündung zu lindern, sind Tageshöchstdosen von 600 mg bis 900 mg Weihrauchextrakt genau richtig. Bei entzündlichen Erkrankungen wie beispielsweise

  • Arthritis
  • Osteoarthritis
  • Asthma
  • chronischen Schmerzen
  • entzündlichen Darmerkrankungen

 

sowie bei Verletzungen ist eine höhere Tagesdosis nötig, hier geht man normalerweise von 900 mg bis 1.200 mg Boswelliasäure täglich aus.

Schwangere, Stillende sowie Kinder und Jugendliche sollten Präparate mit Weihrauchextrakt nicht einnehmen! Die meisten Präparate sind zu stark dosiert, und gerade bei jungen und sehr jungen Menschen können heftige Nebenwirkungen auftreten.

Fazit Weihrauch

6. Fazit: Warum ist Weihrauch so gesund?

Präparate mit Weihrauchextrakt können positiv auf das Kranium wirken, denn sie senken die Entzündungswerte im Blut. Die enthaltene Boswelliasäure reduziert die Reaktionen des Immunsystems und stimuliert die körpereigene Abwehr. Bei Autoimmunerkrankungen, aber auch bei schmerzhaften und entzündlichen Gelenkerkrankungen, wird Patienten und Patientinnen so schnell und unkompliziert Linderung verschafft. Ob eine Weihrauch Anwendung sinnvoll ist, sollte aber immer mit dem behandelnden Arzt oder der behandelnden Ärztin abgestimmt werden. Weihrauch Tabletten und Kapseln, Weihrauchsalbe und -öl gelten zwar grundsätzlich als sanft und im Vergleich zu herkömmlichen Entzündungshemmern frei von Nebenwirkungen. Aber es kann, wie bei allen pflanzlichen Arzneimitteln, zu Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sowie zu allergischen Reaktionen kommen. Weihrauchextrakthaltige Kapseln, Salben und andere Präparate dürfen in der EU nicht als Arzneimittel oder Medikamente verkauft werden. Sie zeigen zwar medizinische Wirkungen, sind aber lediglich als Nahrungsergänzungsmittel zugelassen. Das ist wichtig: Stellen Sie sicher, dass Sie Weihrauch kaufen, der keine Zusätze enthält und nicht mit anderen Wirkstoffen vermischt ist! Das Harz des Weihrauchbaums wird traditionell bei verschiedenen Leiden angesetzt, die Wirksamkeit hat auch in der Forschung Interesse geweckt. Studien zur Wirkung, Anwendung und eventuelle begleitenden Effekten existieren bereits.

Quellenverzeichnis:

  1. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30670277
  2. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/32123879
  3. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/31041173
  4. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29513961
  5. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28847018
  6. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30069718
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Letzte Aktualisierung am 26.05.2020 um 22:15 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Autor: Marianne Wenglorz

Marianne ist eine in Innsbruck ansässige Ernährungsberaterin, die mit den neuesten und aktuellsten evidenzbasierten Ansätzen für diätetische Interventionen vertraut ist. Schon lange vor ihrem Studium war sie fasziniert von allem, was mit Ernährung zu tun hat, insbesondere von den Auswirkungen verschiedener Ernährungsansätze auf die Körperzusammensetzung und die sportliche Leistung. Aufgrund dieser Leidenschaft hat sie eine umfangreiche Wissensbasis in verschiedenen Bereichen der Ernährung aufgebaut und ist in der Lage, Klienten mit einer Vielzahl von Erkrankungen zu helfen. Eine von Mariannes Hauptstärken ist ihre Fähigkeit, Pläne auf der Grundlage der Wünsche der Kunden anzupassen. Dank ihres umfassenden Verständnisses der optimalen Ernährung für verschiedene Situationen ist sie in der Lage, detaillierte Speisepläne für Kunden zu entwickeln oder flexible Anleitungen zu geben, die zur Verbesserung der allgemeinen Lebensqualität der Kunden beitragen können. Sie bietet Dienstleistungen sowohl persönlich als auch online an.