Home Medizin Darmbakterien und Tryptophan-Diät können eine schützende Rolle gegen pathogene E. coli spielen

Darmbakterien und Tryptophan-Diät können eine schützende Rolle gegen pathogene E. coli spielen

von NFI Redaktion

Eine kürzlich veröffentlichte Studie zeigt, dass Darmbakterien und eine Tryptophan-reiche Ernährung eine schützende Rolle gegen pathogene E. coli spielen können, die schwerwiegende Magenbeschwerden verursachen. Die Forschung zeigt, wie Tryptophan aus der Nahrung von Darmbakterien in Metaboliten zerlegt wird, die die Produktion von Proteinen reduzieren, die E. coli zur Anheftung an die Darmschleimhaut benötigt. Dieser Schritt kann dazu führen, dass der Erreger den Körper ungehindert verlässt.

Die Studie hebt die bisher unbekannte Rolle des Dopaminrezeptors DRD2 im Darm hervor. Dieser Rezeptor fungiert als Mikrobiensensor und trägt zur Infektionsabwehr bei. Durch die Identifizierung dieses Schutzweges könnten DRD2 und seine Komponenten möglicherweise als therapeutische Ziele dienen.

Die Experimente mit Mäusen haben gezeigt, dass eine Tryptophan-reiche Ernährung die Resistenz gegenüber Infektionen erhöht. Dieser Schutz war jedoch von Darmbakterien abhängig, die Tryptophan-Metaboliten produzieren. Die Forscher konnten auch drei Tryptophan-Metaboliten identifizieren, die zusammen mit dem DRD2-Rezeptor eine schützende Wirkung hatten.

Durch weitere Untersuchungen konnte festgestellt werden, dass der DRD2-Signalweg die Produktion eines Proteins beeinträchtigt, das von C. rodentium (und E. coli) benötigt wird, um sich an Darmzellen zu binden. Ohne diese Bindungsmöglichkeit können sich die Bakterien nicht im Darm festsetzen und werden ausgeschieden.

Diese Erkenntnisse zeigen eine neue Rolle des Dopaminrezeptors DRD2 im Darm, der die Fähigkeit eines pathogenen Bakteriums beeinflusst, den Darm zu besiedeln und Infektionen zu verhindern.

Die Studie wurde durch verschiedene Stipendien und Fördermittel unterstützt und ist in der Zeitschrift Natur veröffentlicht.

Quelle:

Zeitschriftenreferenz:

Scott, SA, et al. (2024). Der Dopaminrezeptor D2 verleiht Kolonisierungsresistenz über mikrobielle Metaboliten. Natur. doi.org/10.1038/s41586-024-07179-5

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