Home Medizin Cyberangriff im Gesundheitswesen ändern: „Unhaltbar“ für die Onkologie

Cyberangriff im Gesundheitswesen ändern: „Unhaltbar“ für die Onkologie

von NFI Redaktion

Ein langanhaltender Cyberangriff, der über zwei Wochen dauerte, hat schwerwiegende Auswirkungen auf Krebspraxen und ihre Patienten in den Vereinigten Staaten gehabt. Die Tochtergesellschaft von UnitedHealth, Change Healthcare, wurde Opfer eines Cyberangriffs der BlackCat/ALPHV-Ransomware-Gruppe und musste ihre Systeme offline nehmen.

Laut der American Hospital Association handelt es sich bei dieser massiven Unterbrechung um den bedeutendsten Cyberangriff in der Geschichte des US-Gesundheitssystems.

Details zum Change Healthcare-Angriff

Am 21. Februar wurde Change Healthcare mit einer externen Cybersicherheitsbedrohung konfrontiert. Das Unternehmen schaltete umgehend seine Systeme ab, um weitere Schäden zu verhindern. Es wurde betont, dass der Angriff isoliert auf Change Healthcare stattgefunden habe und keine Auswirkungen auf die Systeme von Optum, UnitedHealthcare und UnitedHealth Group hatte. Es wurde jedoch nicht erwähnt, ob Patientendaten betroffen waren.

Identität des Angreifers

Der Angriff wurde von der BlackCat/ALPHV-Gruppe durchgeführt, die die Verantwortung für die Cyberkriminalität übernahm. Laut dem US-Justizministerium ist BlackCat/ALPHV eines der führenden Ransomware-as-a-Service-Unternehmen mit über 1.000 Opfern weltweit.

Medizinische Nachrichten von Medscape kontaktierte die Cybersecurity and Infrastructure Security Agency (CISA) des US-Heimatschutzministeriums, um Maßnahmen gegen die Gruppe zu erfragen. CISA arbeitet mit Change Healthcare zusammen, um Betroffene zu unterstützen und ähnliche Angriffe in Zukunft zu verhindern.

Auswirkungen auf onkologische Praxen

Die Community Oncology Alliance (COA) berichtete von massiven Störungen in der Schadensbearbeitung aufgrund des Cyberangriffs. Praxen hatten Schwierigkeiten mit Leistungsüberprüfungen, vorherigen Genehmigungen und finanzieller Unterstützung. Diese Auswirkungen wurden als extrem belastend für onkologische Praxen beschrieben.

Empfohlene Maßnahmen

Ärzten wird empfohlen, manuelle Methoden wie das Anrufen der Service-Hotline des Kostenträgers zu nutzen, um den Anspruchsstatus der Patienten zu klären. Das Ministerium für Gesundheit und menschliche Dienste hat Richtlinien für Maßnahmen während der Offline-Phase herausgegeben, um Ärzten zu helfen.

Häufigkeit von Cyberangriffen

Laut dem HIPAA Journal gab es im Jahr 2023 725 Sicherheitsverstöße im Gesundheitswesen. Die Zahl der Angriffe nimmt stetig zu, mit täglich durchschnittlich 370.000 verletzten Gesundheitsakten im letzten Jahr.

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