Home Medizin CAR-T-Zellen zielen auf alternde Zellen ab und verbessern die Gesundheit von Mäusen

CAR-T-Zellen zielen auf alternde Zellen ab und verbessern die Gesundheit von Mäusen

von NFI Redaktion

Der Chimäre Antigenrezeptor (CAR)-T-Zellen haben die Behandlung von Blutkrebs revolutioniert und zeigen vielversprechende Ergebnisse bei der Behandlung anderer Krankheiten wie Autoimmunerkrankungen. Nun gibt es neue Hinweise, die darauf hindeuten, dass diese manipulierten Immunzellen auch bei altersbedingten Krankheiten von Nutzen sein könnten.

Forschungen unter der Leitung des Memorial Sloan Kettering Cancer Center (MSK) und des Cold Spring Harbor Laboratory haben ergeben, dass CAR-T-Zellen die Stoffwechselfunktion bei älteren Mäusen und denen, die durch eine fettreiche Ernährung vorzeitig gealtert waren, verbessern können. Diese Zellen zielen auf seneszente Zellen ab, die aufgrund von Alter oder Beschädigung aufhören, sich zu teilen.

Die Studie zeigte, dass eine Infusion von CAR-T-Zellen nicht nur die Stoffwechselfunktion bei älteren Mäusen verbesserte, sondern auch dazu beitrug, einen späteren Stoffwechselabfall bei jungen, gesunden Mäusen zu verhindern. Darüber hinaus schien der Ansatz keine nennenswerten Nebenwirkungen zu verursachen.

Scott Lowe, PhD, leitender Studienautor und Vorsitzender des Programms für Krebsbiologie und Genetik am Sloan Kettering Institute der MSK, betonte die breiteren Möglichkeiten des Ansatzes, Immunzellen zur Bekämpfung von Krankheiten zu manipulieren, und wies auf das Potenzial hin, Krankheiten zu behandeln, die mit dem Altern und chronischen Entzündungen einhergehen, wie z. B. COPD, NASH, Arthrose, metabolisches Syndrom und bestimmte neurodegenerative Erkrankungen.

Die Forschungsergebnisse zeigen, dass senolytische CAR-T-Zelltherapie eine vielversprechende Alternative zu traditionellen Medikamenten sein kann und positive Auswirkungen auf Stoffwechselstörungen im Alter hat. Die CAR-T-Zellen können potenziell über lange Zeiträume im Körper verbleiben und Sicherheitsfunktionen aufweisen, um Nebenwirkungen zu mildern und gesunde Zellen zu schützen.

Es gibt jedoch noch weitere Herausforderungen bei der Entwicklung von CAR-T-Zellen zur Behandlung altersbedingter Krankheiten im Vergleich zur Anwendung bei der Krebstherapie. Dennoch sind die Forscher zuversichtlich, dass ihre Bemühungen in den kommenden Jahren die Liste der Krankheiten erweitern werden, die mit CAR-T-Zelltherapien behandelt werden können.

Die Studie wurde in der Zeitschrift „Naturalterung“ veröffentlicht und ist unter folgendem Link einsehbar: doi.org/10.1038/s43587-023-00560-5. Quelle: Memorial Sloan Kettering Cancer Center.

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