Home Medizin Bisher kein Zusammenhang zwischen GLP-1 und Selbstmordgedanken

Bisher kein Zusammenhang zwischen GLP-1 und Selbstmordgedanken

von NFI Redaktion

Die US-amerikanische Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde (FDA) hat vorläufige Ergebnisse veröffentlicht, die keinen Zusammenhang zwischen Medikamenten gegen den Glucagon-ähnlichen Peptid-1-Rezeptor-Agonisten (GLP-1 RA) und Selbstmordgedanken oder -handlungen gefunden haben, teilte die FDA mit.

Die Untersuchung der Medikamentenklasse, die sowohl zur Behandlung von Typ-2-Diabetes als auch von Fettleibigkeit eingesetzt wird, wurde durch Meldungen an das FDA Adverse Event Reporting System (FAERS) ausgelöst.

Die FDA stellte fest, dass die Berichte über mögliche Zusammenhänge zwischen der Verwendung von GLP-1-RAs und Selbstmordgedanken oder -handlungen oft unvollständig waren und durch andere potenzielle Faktoren beeinflusst werden können.

Die Überprüfung der Daten klinischer Studien ergab keinen klaren Zusammenhang zwischen der Verwendung von GLP-1-RAs und Selbstmordgedanken oder -handlungen. Die FDA konnte jedoch aufgrund der geringen Anzahl von Ereignissen ein geringes Risiko nicht definitiv ausschließen und setzt die Untersuchung fort.

Die laufende Untersuchung umfasst eine Analyse von Postmarketing-Daten im Sentinel-System, einem großen Datennetzwerk für Krankenversicherungsansprüche und Patientenakten. Die FDA wird ihre endgültigen Schlussfolgerungen und Empfehlungen kommunizieren, sobald die Prüfung abgeschlossen ist.

Derzeit sind drei GLP-1-RAs von der FDA zur Behandlung von Fettleibigkeit oder Übergewicht zugelassen. Die Kennzeichnung dieser Medikamente enthält Informationen zu Selbstmordgedanken und -handlungen, basierend auf Ereignissen, die bei älteren Medikamenten beobachtet wurden.

Angehörigen der Gesundheitsberufe wird empfohlen, weiterhin die Verschreibungsinformationen für diese Medikamente zu befolgen und Patienten, die GLP-1-RAs verwenden, auf neue oder sich verschlimmernde Depressionen, Selbstmordgedanken oder ungewöhnliche Stimmungs- oder Verhaltensänderungen zu überwachen und zu beraten.

Die FDA ermutigt medizinisches Fachpersonal und Patienten, Nebenwirkungen im Zusammenhang mit GLP-1-RAs oder anderen Arzneimitteln dem FDA-MedWatch-Programm zu melden.

Miriam E. Tucker ist eine freiberufliche Journalistin mit Sitz im Raum Washington, DC. Sie schreibt regelmäßig Beiträge für Medscape, weitere Arbeiten erscheinen in Die Washington Post, NPRs Shots-Blog und Diabetes-Prognose Zeitschrift. Sie ist auf Twitter @MiriamETucker.

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