Home Medizin Biomarker spielen eindeutig eine Rolle bei der Behandlung von Morbus Crohn

Biomarker spielen eindeutig eine Rolle bei der Behandlung von Morbus Crohn

von NFI Redaktion

Eine erfolgreiche frühe Behandlung von Patienten mit Morbus Crohn (CD) kann das Risiko einer langfristigen Behinderung und die Notwendigkeit eines eventuellen chirurgischen Eingriffs erheblich reduzieren. Die herkömmliche Überwachung des Behandlungserfolgs beruht auf der Endoskopie, die jedoch Einschränkungen hat. Die Verwendung von Serum- und Stuhlbiomarkern als weniger invasive Alternative zur Verfolgung des Behandlungsansprechens gewinnt in klinischen Kreisen an Bedeutung.

Die American Gastroenterological Association (AGA) hat vor kurzem einen Leitfaden für die klinische Praxis zur Rolle von Biomarkern bei der Behandlung von Zöliakie veröffentlicht. Dieser Leitfaden wurde von einem multidisziplinären Expertengremium erstellt, das eine systematische Überprüfung der neuesten Literatur durchgeführt und 11 Empfehlungen abgegeben hat.

Die Medizin-Nachrichten von Medscape sprachen mit dem Hauptautor der Leitlinie, Ashwin Ananthakrishnan, MD, von der Abteilung für Gastroenterologie am Massachusetts General Hospital und der Harvard Medical School in Boston, Massachusetts, über die sich entwickelnde Rolle von Biomarkern bei der Behandlung von Zöliakie und die wichtigsten Empfehlungen der Leitlinie und bei welchen Patienten sie am besten angewendet werden sollten.

Ananthakrishnan erklärte, dass die Verwendung von Biomarkern als weniger invasive Alternative zur Überwachung des Behandlungserfolgs bei Zöliakie an Bedeutung gewinnt. Die Leitlinie enthält spezifische Empfehlungen zur Verwendung von Biomarkern wie fäkalem Calprotectin und Serum-C-reaktivem Protein, um die Krankheitsaktivität zu überwachen und die Notwendigkeit einer endoskopischen Untersuchung zu bestimmen.

Die Leitlinie stellte fest, dass Biomarker in einigen Fällen die Endoskopie bei Zöliakie ersetzen können, indem sie zuverlässig eine aktive Entzündung ausschließen oder diagnostizieren und dadurch die endoskopische Beurteilung unnötig machen. Die Empfehlungen betonten auch, dass die Ergebnisse der Biomarker-Tests von der Schwere der Symptome und der Art der Erkrankung abhängig sind. Bei Patienten mit milder oder fehlender Symptomatik kann ein normaler Biomarker eine endoskopische Remission bestätigen, während bei Patienten mit mittleren bis schweren Symptomen ein erhöhter Biomarker auf eine aktive Entzündung hinweist und zur Anpassung der Behandlung verwendet werden kann.

Der Leitfaden enthält auch spezifische Empfehlungen zur Verwendung von Biomarkern bei Patienten mit chirurgisch induzierter Remission von Zöliakie sowie bei Patienten mit etablierter Zöliakie. Diese Empfehlungen sollen die klinische Praxis von Gastroenterologen, die Patienten mit Zöliakie behandeln, unterstützen und ihnen dabei helfen, Biomarker effektiv in die Patientenversorgung zu integrieren.

In der nächsten Ausgabe der Leitlinien könnten zusätzliche Biomarker und deren Kombination mit anderen diagnostischen Tests, wie CT, MRT und Darmultraschall, untersucht werden, um ein umfassenderes Bild der Krankheitsaktivität bei Zöliakie zu erhalten.

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