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Behandlung von rheumatoider Arthritis mit einem Biologikum: Risiken und Vorteile

von NFI Redaktion

Vor nicht allzu langer Zeit bedeutete die Diagnose rheumatoide Arthritis ein Leben voller Schmerzen und Behinderungen. Trotzdem sind die Aussichten heute viel positiver, obwohl es noch keine Heilung gibt.

„Es hat definitiv eine Verbesserung gegeben“, sagt Dr. Beth Jonas, Rheumatologin am Thurston Arthritis Research Center der University of North Carolina.

Biologische Reaktionsmodifikatoren, auch bekannt als Biologika, haben die Situation für Menschen mit RA drastisch verbessert. Diese Medikamente haben Hoffnung geschenkt und waren ein Durchbruch in der Behandlung von RA.

„Das ist heutzutage, im Jahr 2017, für mich als Arzt sehr ungewöhnlich, jemanden nicht behandeln zu können,“ sagt Jonas. „Es fühlt sich großartig an. Es ist ein großer Unterschied zu dem, was vor 20 Jahren war, bevor es Biologika gab.“

Die Behandlung von RA hat sich von den alten Tagen des Aderlasses und Blutegels deutlich weiterentwickelt. Neue Medikamente wie Methotrexat haben die Schmerzlinderung und Vorbeugung von Schäden revolutioniert.

Goldverbindungen werden heute kaum noch verwendet. Methotrexat, ein DMARD, hat die RA-Behandlung maßgeblich beeinflusst und die Entzündung und Schmerzen reduziert.

„Methotrexat war ein echter Game Changer. Es hat die Leute aufgeweckt und bewegt,“ sagt Jonas.

Einige Menschen sprechen jedoch nicht auf Methotrexat an, daher sind Biologika ein wichtiger Fortschritt in der RA-Behandlung.

Biologika sind gentechnisch veränderte Proteine, die gezielt Entzündungen im Immunsystem bekämpfen. Sie sind präziser und effektiver als herkömmliche DMARDs wie Methotrexat.

„Der größte Vorteil der Verwendung von Biologika zur Behandlung von rheumatoider Arthritis besteht darin, dass sie gezielt auf einen bestimmten Akteur im Immunsystem unseres Körpers abgestimmt werden können.“ – Gary Eakin, Senior-Vizepräsident der Arthritis Foundation

BiosimilarMedikationen könnten in Zukunft eine kostengünstigere Alternative zu Biologika darstellen, aber derzeit sind sie noch nicht als generisch anzusehen.

Biologika wie Etanercept (Enbrel) haben die Behandlung von RA weiter vorangetrieben und sind schneller und effektiver als herkömmliche DMARDs.

Es gibt verschiedene Biologika mit unterschiedlichen Wirkmechanismen, um RA effektiv zu behandeln und Gelenkschäden zu verhindern.

Die wichtigste Strategie bei der Wahl von Biologika ist die Diskussion über die möglichen Nebenwirkungen mit Ihrem Arzt, da Infektionen ein Hauptrisiko darstellen.

Der hohe Preis von Biologika bleibt eine Hürde, aber Biosimilars könnten in Zukunft eine kostengünstigere Alternative bieten.

Es ist entscheidend, RA frühzeitig mit Biologika zu behandeln, um Gelenkschäden zu verhindern. Die verschiedenen Biologika bieten individuelle Vorteile und müssen sorgfältig ausgewählt werden.

Die möglichen Risiken und Kosten von Biologika, einschließlich Biosimilars, sollten gut abgewogen werden, um die beste Behandlungsstrategie für RA zu finden.

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