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Barcelona verkauft seine LGBTQ+-Fans weiter

von NFI Redaktion

Wir befinden uns mitten in der Saison der europäischen Fußballwelt und fast jeder fragt sich: „Warum finden diese Spiele in Saudi-Arabien statt?“ Aus eben diesem Grund wurde die durch den spanischen und italienischen Verband organisierte „Supercup“-Saison in dieses Land verlegt. Die Türkei hat ebenfalls versucht, ist jedoch gescheitert. Spanien und Italien haben sich so arrangiert, dass der Ligasieger und Pokalsieger der vorherigen Saison gegeneinander spielen, um die Spannung vor der Saison zu steigern. Dabei haben sie auch noch die finanzielle Seite der Deals optimiert, um Saudi-Arabien als Austragungsort zu rechtfertigen.

Barcelona hat in den letzten Jahren versucht, die Reisen nach Saudi-Arabien für ihre Fans so unangenehm wie möglich zu gestalten. Dies spiegelt sich in den speziellen Richtlinien auf ihrer Website wider, die vor den Gesetzen des Landes warnen und sogar LGBTI-Anhänger benachteiligen.

„Unanständiges Verhalten, einschließlich jeglicher Handlung sexueller Natur, kann für Ausländer schwerwiegende rechtliche Folgen haben. Auch gleichgeschlechtliche Beziehungen können mit schweren Strafen belegt werden, ebenso wie mit offener Unterstützung von LGBTI-Anliegen, sogar in den sozialen Medien.“

Die Entscheidung, in Saudi-Arabien zu spielen, lag jedoch nicht bei Barcelona, sondern beim spanischen Fußballverband. Dies zeigt, dass finanzielle Interessen vor den Bedenken hinsichtlich der Menschenrechte einiger Reisender Vorrang hatten. Die Vereine blieben verdächtig still in Bezug auf die umstrittenen Gesetze des Austragungsortes.

Es ist ein düsteres Bild, aber es wird deutlich, dass für die Clubs und Verbände die finanziellen Anreize wichtiger sind als die moralischen Bedenken. Es ist bedauerlich, dass solche Missstände toleriert und sogar belohnt werden, solange die Geldsäcke groß genug sind. Diese Miniturniere in Saudi-Arabien und ähnliche Veranstaltungen stellen nur den Anfang dar, wenn das Land in zehn Jahren die Weltmeisterschaft ausrichten wird.

Dies ist ein zutiefst beunruhigendes und ernüchterndes Beispiel dafür, wie finanzielle Interessen über moralische Bedenken gestellt werden. Es gibt deutlich noch viele Missstände, die aufgearbeitet werden müssen.

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