Home Medizin Bahnbrechende Adipositas-Behandlungen stehen bevor, die mit dem Erfolg chirurgischer Eingriffe mithalten können

Bahnbrechende Adipositas-Behandlungen stehen bevor, die mit dem Erfolg chirurgischer Eingriffe mithalten können

von NFI Redaktion

In einer kürzlich veröffentlichten Studie in der „Internationalen Zeitschrift für Fettleibigkeit“ diskutierten Forscher die Pipeline von Pharmakotherapien gegen Fettleibigkeit. Die Fettleibigkeit ist eine weltweit verbreitete chronische Krankheit, die das Risiko für verschiedene Stoffwechselkomplikationen, darunter Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Typ-2-Diabetes, erhöht. Obwohl Lebensstilinterventionen die Grundlage der Adipositas-Behandlung bilden, ist der durchschnittliche Gewichtsverlust (WL) selbst bei intensiven Eingriffen gering und die langfristige Gewichtserhaltung eine Herausforderung.

Die Adipositaschirurgie kann einen höheren Gewichtsverlust und eine langfristige Gewichtserhaltung ermöglichen, aber aufgrund wahrgenommener postoperativer Risiken entscheiden sich manche Menschen möglicherweise dagegen. Die Entwicklung von Glucagon-ähnlichen Peptid (GLP)-1-Rezeptoragonisten hat zu neuen Behandlungsmöglichkeiten für Fettleibigkeit und Typ-2-Diabetes geführt. Das neueste GLP-1-RA, Semaglutid, wurde zur Behandlung von Fettleibigkeit zugelassen und kann zu einem mittleren Gewichtsverlust von 15 bis 17 % führen.

Trotzdem besteht ein signifikanter Unterschied zwischen dem Gewichtsverlust, der durch Adipositas-Pharmakotherapien und bariatrische Chirurgie erreicht wird. Neue orale GLP-1-RAs werden entwickelt, um die Akzeptanz und Einhaltung zu erhöhen. Zudem befinden sich verschiedene enteropankreatische Hormone und deren Kombinationen in der Entwicklung, um die Wirkung des GLP-1-Agonismus auf Gewicht und Stoffwechsel zu verstärken oder zu ergänzen.

Die Studie diskutiert verschiedene durch Tierversuche und klinische Studien getestete Präparate, darunter die GLP-1-RAs Semaglutid und Liraglutid, sowie neue nicht-peptidische, orale RAs wie Danuglipron und Orforglipron. Darüber hinaus werden enteropankreatische Hormone wie GIP und Glucagon in Kombination mit GLP-1-RAs untersucht, um die Wirksamkeit der Behandlung zu verbessern.

Insgesamt bietet die Forschung auf dem Gebiet der Pharmakotherapien gegen Fettleibigkeit neue Hoffnung und maßgeschneiderte Therapieoptionen, die individuell auf Vorlieben, Ansprechen auf die Behandlung und Komorbiditäten zugeschnitten sind. Dieses schnell wachsende Feld wird weiterhin Wirksamkeit, Sicherheit und Kosteneffizienz von Therapien bestimmen, die zur Bewältigung von Fettleibigkeit und damit verbundenen Komplikationen eingesetzt werden.

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