Home Medizin Baby-Schlafplaner zielt darauf ab, die Zahl der Todesfälle bei Säuglingen zu senken

Baby-Schlafplaner zielt darauf ab, die Zahl der Todesfälle bei Säuglingen zu senken

von NFI Redaktion

Die Universität Bristol hat eine App entwickelt, die das Risiko eines plötzlichen und unerwarteten Todes im Säuglingsalter (SUDI) bewertet. Die App verbessert die Bereitstellung von Ratschlägen für sicheren Schlaf an Familien und erhält positive Rückmeldungen von Fachkräften und Familien, was ihre breitere Einführung ermöglichen könnte.

Foto der Baby-Schlafplaner-App
Baby-Schlafplaner-App. Bildnachweis: Universität Bristol

Die „Zurück zum Schlafen“-Kampagne in den 1990er Jahren hat die Rate des plötzlichen Kindstods (SUDI) drastisch reduziert, aber SIDS bleibt eine Hauptursache für die Kindersterblichkeit. Die Baby-Schlafplaner-App zielt darauf ab, gezielte Ressourcen für die am stärksten gefährdeten Familien bereitzustellen, indem sie das SUDI-Risiko bei der Geburt bewertet.

Dr. Anna Pease von der Bristol Medical School erklärt, dass die neue Risikobewertung Familien identifizieren kann, die intensivere Unterstützung benötigen, um die Empfehlungen für einen sicheren Schlaf umzusetzen. Die App wurde positiv von Fachkräften und Familien bewertet und bietet personalisierte Schlafpläne für gefährdete Familien.

Verbesserung der Schlafumgebung für Säuglinge

Der Baby-Schlafplaner hilft Eltern, realistische Strategien zur Schaffung einer sicheren Schlafumgebung zu entwickeln. Durch die Stärkung des Selbstvertrauens und die Bereitstellung spezifischer Ratschläge des Lullaby Trust können Eltern besser auf die Bedürfnisse ihrer Babys eingehen.

Das Forschungsteam betont den Übergang von reinen Informationslisten hin zu dialogbasierten Ansätzen, um den Familien bessere Unterstützung zu bieten. Peter Blair, Co-Hauptforscher der Studie, betont die Bedeutung des Baby-Schlafplaners als nützliches Werkzeug für alle, die sich um das Baby kümmern.

Zukünftige Pläne

Das Team führt derzeit eine größere Studie durch, um die Umsetzung der Intervention zu bewerten. Durch die Integration des Baby-Schlafplaners in Schulungsprogramme für Gesundheitsfachkräfte wird die App weiteren Familien zugänglich gemacht. Die National Child Mortality Database an der Universität Bristol wird die Überwachung der Babytodesfälle in Echtzeit ermöglichen, um die Effektivität des Tools zu beurteilen.

Jenny Ward, Geschäftsführerin des Lullaby Trust, begrüßt die Entwicklung des Planungstools zur Verbesserung der sicheren Schlafpraktiken für Familien und betont die Bedeutung in Zeiten, in denen normale Routinen gestört sind.

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