Home Medizin Ayurveda-Experte erklärt die Wissenschaft dahinter und potenzielle gesundheitliche Vorteile

Ayurveda-Experte erklärt die Wissenschaft dahinter und potenzielle gesundheitliche Vorteile

von NFI Redaktion

Was man isst, ist genauso wichtig wie die Art und Weise, wie man isst. Für Menschen, die es gewohnt sind, Besteck zu benutzen, kann das Essen mit den Händen eine völlig neue und aufregende kulinarische Erfahrung sein. Wer sich für das Experimentieren mit der taktilen Kunst des Essens interessiert, sollte die potenziellen gesundheitlichen Vorteile verstehen, die sie mit sich bringt.

Die Wissenschaft hinter dem Essen mit den Händen

Laut Dr. Pallatheri Nambi Namboodiri, Direktor des Nagarjuna Ayurveda Hospital im südindischen Kerala, trägt das Essen mit den Händen dazu bei, einen ausgeglichenen Stoffwechsel aufrechtzuerhalten, was entscheidend für das allgemeine Wohlbefinden ist. Beim Einsatz der Hände werden alle Sinne genährt, was sich positiv auf die Gesundheit auswirkt.

Dr. Namboodiri erklärte: „Gesundheit hängt davon ab, wie gut das Agni (Stoffwechsel) einer Person ist. Die Behandlung im Ayurveda betont die Bedeutung des Ausgleichs des Stoffwechsels, um das Gleichgewicht zu bewahren. Ein zufriedener Sinn ist ein wesentlicher Bestandteil der optimalen Gesundheit. Das Essen mit den Händen befriedigt alle Sinne gleichermaßen und trägt somit zu einer besseren Gesundheit bei.“

Weiterhin wies Dr. Namboodiri darauf hin, dass das Mischen von Speisen mit den Händen der beste Weg ist, den richtigen Geschmack hervorzuheben, was therapeutische Vorteile beim Ausgleich der „Tridoshas“ (Vata, Pitta und Kapha) im Ayurveda mit sich bringt. Die taktilen Empfindungen beim Essen tragen dazu bei, die Geschmackserkennung verschiedener Texturen zu verbessern

Das sagen Studien

Eine im Journal of Retailing veröffentlichte Studie aus dem Jahr 2019 ergab, dass Menschen mit guter Selbstbeherrschung, wenn sie Lebensmittel direkt mit den Händen berühren, diese nicht nur schmackhafter und sättigender finden, sondern auch mehr davon essen.

Adriana Madzharov vom Stevens Institute in New Jersey kommentierte: „Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass direkte Berührung bei Menschen, die ihren Lebensmittelkonsum regelmäßig kontrollieren, eine verstärkte sensorische Reaktion auslöst, wodurch Lebensmittel begehrenswerter und ansprechender werden.“

Eine im International Journal of Gastronomy and Food Science veröffentlichte Studie aus dem Jahr 2022 zeigte, dass das Essen mit den Händen dabei hilft, nützliche Informationen über das Lebensmittel aufzunehmen, einschließlich seiner Frische, Reife und Temperatur.

Studien haben gezeigt, dass schnelles Essen zu Ungleichgewichten im Blutzuckerspiegel führen und das Diabetesrisiko erhöhen kann. Das Essen mit den Händen verlangsamt das Essenstempo und fördert einen bewussteren Prozess, was dem Gehirn genügend Zeit gibt, bei Sättigung zu reagieren, die Verdauung zu verbessern und den Blutzucker auszugleichen.

Ältere Erwachsene mit motorischen Essstörungen könnten Schwierigkeiten mit Besteck haben. Das Essen mit den Händen und die Umstellung auf Fingerfood könnten für sie von Vorteil sein.

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