Home Medizin Antiarrhythmika im Zusammenhang mit Bradykardie bei Vorhofflimmern-Patienten

Antiarrhythmika im Zusammenhang mit Bradykardie bei Vorhofflimmern-Patienten

von NFI Redaktion

Neue Untersuchungen haben darauf hingewiesen, dass Antiarrhythmika bei der Behandlung von Vorhofflimmern (AF) das Risiko für Synkopen und Bradykardien erhöhen können. Die Studie analysierte Daten von 674.303 Patienten mit neu diagnostiziertem Vorhofflimmern aus der koreanischen Krankenversicherung und stellte fest, dass Patienten, die mit Antiarrhythmika behandelt wurden, ein mehr als dreifach erhöhtes Risiko für Synkopen und die Implantation eines Herzschrittmachers hatten im Vergleich zu Patienten, die keine solchen Medikamente erhielten. Insbesondere ältere Patienten und Frauen schienen einem höheren Risiko ausgesetzt zu sein.

Die Ergebnisse der Studie wurden in der Ausgabe vom 19. März der Zeitschrift des American College of Cardiology veröffentlicht. Die Autoren empfehlen daher, vor der Verschreibung von Antiarrhythmika bei Vorhofflimmern eine genaue Risikobewertung für Synkopen und Bradykardien durchzuführen.

Dr. Yun Gi Kim von der Korea University College of Medicine in Seoul, Südkorea, und Mitautor eines begleitenden Leitartikels, betonte, dass Ärzte, insbesondere bei älteren Patienten und Frauen, bei der Verschreibung von Antiarrhythmika vorsichtiger sein sollten.

Er sagte, dass die Studie speziell auf das Risiko von Bradyarrhythmien und Synkopen im Zusammenhang mit diesen Medikamenten eingeht und darauf hinweist, dass trotz der relativ niedrigen Inzidenz von Bradyarrhythmien eine erhöhte Wachsamkeit geboten ist.

Weiterhin sollten Patienten mit Vorhofflimmern, die langfristig Antiarrhythmika einnehmen, möglicherweise von einer erweiterten Überwachung durch Herzmonitore profitieren, da das Risiko einer Bradyarrhythmie länger als zwei Jahre bestehen bleibt.

Es wurde festgestellt, dass Frauen anfälliger für Nebenwirkungen von Antiarrhythmika sind als Männer, und es gibt Anzeichen dafür, dass eine frühe Katheterablation möglicherweise die wirksamere Therapie zur Rhythmuskontrolle bei Vorhofflimmern darstellt.

Die Studie wurde durch Stipendien der Korea University und des Korea University Anam Hospital sowie teilweise durch ein Stipendium der National Research Foundation of Korea finanziert. Weder die Autoren noch die Redakteure meldeten relevante Interessenkonflikte.

Related Posts

Adblock Detected

Please support us by disabling your AdBlocker extension from your browsers for our website.