Home Medizin Anstieg der ED-Besuche im Zusammenhang mit Schizophrenie während COVID

Anstieg der ED-Besuche im Zusammenhang mit Schizophrenie während COVID

von NFI Redaktion

OBERSTEN ZEILE:

Neue Studie zeigt 15% Anstieg von Notaufnahmebesuchen aufgrund von Schizophrenie-Spektrum-Störungen während der Frühphase der COVID-19-Pandemie. Forscher betonen die Notwendigkeit starker Sozialpolitik zur Stärkung von Präventionssystemen für psychische Gesundheit.

METHODIK:

  • Forscher erhielten Daten vom Health Data Warehouse der University of California (UC) zu Notaufnahmebesuchen in fünf großen UC-Gesundheitssystemen.
  • Sie erfassten die ICD-10-Codes im Zusammenhang mit Schizophrenie-Spektrum-Störungen für Notaufnahmebesuche von Januar 2016 bis Dezember 2021 für Patienten ab 18 Jahren.

WEGBRINGEN:

  • Zwischen Januar 2016 und Dezember 2021 gab es 377.800 psychiatrische Notaufnahmebesuche, 10 % davon betrafen Schizophrenie-Spektrum-Störungen.
  • Die durchschnittliche Anzahl der Besuche pro Monat wegen Schizophrenie-Spektrum-Störungen stieg von 520 vor der Pandemie auf 558 Besuche pro Monat nach März 2020.
  • Verglichen mit den Zahlen vor der Pandemie gab es 70,5 zusätzliche Besuche (P = .02) nach einem Monat und 74,9 weitere Besuche (P = .005) 3 Monate nach der Anfangsphase der COVID-19-Pandemie in Kalifornien, nach Berücksichtigung anderer psychiatrischer Besuche.
  • Forscher stellten fest, dass COVID-19-Infektionen bei einigen Personen Psychosen auslösen könnten, was in einigen Fällen ein Grundfaktor für den Anstieg gewesen sein könnte.

IN DER PRAXIS:

„Die COVID-19-Pandemie lenkt die Aufmerksamkeit auf die Anfälligkeit von Patienten mit Schizophrenie gegenüber makrosozialen Schocks und unterstreicht die Bedeutung sozialpolitischer Maßnahmen in Bezug auf Einkommensunterstützung, Wohnraum und Krankenversicherung für die künftige Notfallvorsorge sowie die Notwendigkeit, die psychiatrischen Gesundheitssysteme zu stärken“, sagte der Autoren schrieben.

QUELLE:

Die am 27. Dezember 2023 online veröffentlichte Studie wurde von Parvita Singh, PhD, von der Ohio State University in Columbus, geleitet und erschien im JAMA-Netzwerk geöffnet.

EINSCHRÄNKUNGEN:

Die Studie schloss Patienten unter 18 Jahren aus und beinhaltete keine Analyse der Trends nach Alter oder Geschlecht, was wertvolle Informationen hätte liefern können. Zudem konnten Patienten mit neu diagnostizierter Schizophrenie nicht identifiziert werden.

OFFENLEGUNG:

Die Studie wurde durch den Coronavirus Response and Relief Supplemental Appropriations Act und das Ohio Department of Mental Health and Addiction Services finanziert. Offenlegungen zur Studie sind in der Originalstudie vermerkt.

Related Posts

Adblock Detected

Please support us by disabling your AdBlocker extension from your browsers for our website.