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Alzheimer-Risiko und das APOE4-Gen

von NFI Redaktion




Neue Studie über APOE4-Gen und Alzheimer

Studien haben seit langem gezeigt, dass das Tragen von zwei Kopien des Apolipoprotein E (APOE) 4-Gens Ihr Risiko, an Alzheimer zu erkranken, erheblich erhöht. Jetzt haben Forscher in einer neuen Studie festgestellt, dass das Vorhandensein von zwei APOE4-Genen nicht nur ein Risikofaktor, sondern eine genetische Störung ist. Mit zwei Kopien von APOE4 ist es praktisch sicher, dass man an Alzheimer erkrankt, und die Symptome treten wahrscheinlich in einem früheren Alter auf. Die Ergebnisse wurden in Nature Medicine veröffentlicht.

Laut den Autoren der Studie könnten aufgrund des stärkeren Zusammenhangs zwischen APOE4 und Alzheimer möglicherweise andere Ansätze zur Vorbeugung und Behandlung der Krankheit erforderlich sein. Was bedeutet das für Ihr Alzheimer-Risiko und sollten Sie sich auf das APOE4-Gen testen lassen? Hier sind Antworten von den Neurologen Ayesha Sherzai, MD, und Dean Sherzai, MD, PhD, den Co-Direktoren des Alzheimer-Präventionsprogramms an der Loma Linda University in Kalifornien. Die Sherzais moderieren auch den Podcast Your Brain On, der sich mit der Gesundheit des Gehirns befasst.

Ayesha Sherzai:

Es handelt sich um eine genetische Konfiguration, die hauptsächlich für den Lipidtransport zwischen Zellen verantwortlich ist. Es gibt bestimmte Fettmoleküle, die in die Zelle hinein- und heraus transportiert werden müssen, und die Rezeptoren auf den Zellen werden durch den APOE4-Genotyp reguliert.

Dean Sherzai, MD, PhD:

Die Genetik beeinflusst alles, einschließlich Krankheiten wie Alzheimer. Bei Alzheimer wissen wir, dass bestimmte Gene mit hoher Wahrscheinlichkeit Merkmale der Erkrankung entwickeln lassen. Die Ergebnisse dieser Studie legen nahe, dass APOE4-Gene einen größeren Einfluss darauf haben, ob man an Alzheimer erkrankt.

Weitere Erkenntnisse:

Die Forscher fanden heraus, dass Menschen mit zwei Kopien von APOE4 mit hoher Wahrscheinlichkeit Anomalien im Fettstoffwechsel haben und bestimmte Frühmerkmale der Alzheimer-Krankheit aufweisen. Etwa 40-50 % der Menschen, die an Alzheimer erkranken, haben APOE4-Gene, die mit der Krankheit in Verbindung stehen.

Ayesha Sherzai, MD:

Es gibt Tests, um Ihre genetische Variation herauszufinden, aber diese werden normalerweise nicht routinemäßig durchgeführt. Die Entscheidung, ob Sie sich testen lassen möchten, liegt bei Ihnen und Ihrem Arzt. Lebensstiländerungen wie eine gesunde Ernährung und regelmäßige körperliche und geistige Aktivität können Ihr Alzheimer-Risiko reduzieren.

Schlussfolgerung:

Es ist wichtig, frühzeitig Maßnahmen zu ergreifen, um Ihr Gehirn vor Alzheimer zu schützen. Verstehen Sie Ihre genetischen Risikofaktoren und nehmen Sie gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen vor.


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