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Altersfreundliche Gesundheitsversorgung: Ein neuer Ansatz

von NFI Redaktion

Die ältere Bevölkerung in Amerika ist in den letzten 10 Jahren um 34,2 % gewachsen, und heute sind etwa 54 Millionen Amerikaner über 65 Jahre alt. Viele ältere Erwachsene nehmen möglicherweise vier oder mehr Medikamente ein, konsultieren jährlich bis zu fünf Ärzte und leiden an mindestens einer chronischen Erkrankung. Oftmals fühlen sich ältere Patienten von ihren Ärzten und Pflegekräften nicht ausreichend in Entscheidungen über ihre Pflege einbezogen und ihre Wünsche nicht ernst genommen.

Eine Studie aus dem Jahr 2015 ergab, dass jeder Fünfte der mehr als 16.000 befragten älteren Erwachsenen angab, bei Arztbesuchen oder im Krankenhaus Altersdiskriminierung erfahren zu haben. Fast 6 % der älteren Erwachsenen, die häufig Altersdiskriminierung erlebten, gaben an, dass sich ihr Gesundheitszustand in den nächsten vier Jahren verschlechterte.

Dr. John Whyte, Chief Medical Officer von WebMD, betont, dass die Gesundheitsversorgung älterer Menschen anders gehandhabt werden muss als die von jüngeren Patienten. Es sei nicht ausreichend, sich nur auf Medikamente zu konzentrieren, sondern die persönlichen Vorlieben und Gesundheitsziele der älteren Patienten müssten stärker berücksichtigt werden.

Ein neuer Ansatz zur Pflege älterer Erwachsener, genannt Age-Friendly Health Systems (AFHS), empfiehlt Ärzten und Krankenschwestern, die Pflege älterer Menschen auf der Grundlage dessen zu planen, was ihnen oder ihren Betreuern am wichtigsten ist. Das AFHS-Rahmenwerk umfasst die 4Ms: Ziele, Medikamente, Mobilität und Mentation.

Die Forschungsergebnisse zeigen, dass viele Gesundheitsdienstleister die Pflege älterer Patienten zwar anders angehen und das Alter bei der Behandlung berücksichtigen, die 4Ms jedoch nicht immer in die Pflege einbeziehen. Insbesondere bei der Medikation und der Mobilität älterer Menschen bestehen Defizite.

Es ist wichtig, dass Ärzte und Pflegepersonal die persönlichen Ziele und Vorlieben älterer Patienten berücksichtigen und sicherstellen, dass Medikamente angemessen eingesetzt werden und potenzielle Mobilitätsprobleme frühzeitig erkannt und behandelt werden.

Die Umfrage verdeutlicht, dass Gesundheitsdienstleister mehr tun müssen, um die Bedürfnisse älterer Patienten in Bezug auf Medikation, Mobilität und mentale Gesundheit zu adressieren. Ältere Menschen sollten in die Entscheidungsfindung über ihre Pflege einbezogen und ernst genommen werden, um eine qualitativ hochwertige Versorgung zu gewährleisten.

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