Home Medizin Alte brasilianische Genome könnten die Geheimnisse der treponemalen Evolutionsgeschichte bergen

Alte brasilianische Genome könnten die Geheimnisse der treponemalen Evolutionsgeschichte bergen

von NFI Redaktion

In einer kürzlich in der Zeitschrift „Natur“ veröffentlichten Studie führten Forscher hochmoderne Genomforschung an 2.000 Jahre alten brasilianischen menschlichen Überresten durch, um die Entwicklung und Entstehung der treponemalen Genome der Vorfahren in Amerika und der Alten Welt zu untersuchen. Sie rekonstruierten vier solcher alten Genome und stellten fest, dass es sich um den am engsten verwandten noch vorhandenen Verwandten des prähistorischen Treponemal-Erregers handelt, der für Bejel verantwortlich ist, Treponema pallidum endemicum. Diese Ergebnisse stellen die bisherigen Hypothesen zur Charakterisierung von Treponem-Unterarten in Frage und verdeutlichen, dass Treponeme viel anpassungsfähiger sind als bisher angenommen.

Treponeme sind eine Gattung spiralförmiger Bakterien, von denen einige für Treponema-Infektionen wie Syphilis, Bejel und Yaws verantwortlich sind. Neuere Forschungen weisen darauf hin, dass Treponeme eine Multi-Antibiotika-Resistenz entwickeln, was zu einer Wiederbelebung medizinischer und wissenschaftlicher Studien zu diesen Bakterien führt. Obwohl TPA, TEN und TPE nur um 0,03 % ihrer Genomsequenzen variieren, weisen sie bemerkenswert unterschiedliche Ökologien und Pathologien auf.

Frühere Studien haben sich hauptsächlich auf Syphilis und T. pallidum pallidum konzentriert. Jedoch haben diese neuen Forschungsergebnisse in Brasilien ergeben, dass Bejel die treponemale DNA am engsten verwandt ist. Dies weist darauf hin, dass die T. pallidum Kohorte viel älter und anpassungsfähiger ist als bisher angenommen.

Die Studie verwendete 2.000 Jahre alte menschliche Überreste, um vier Vorfahren-Treponem-Genome zu rekonstruieren. Eine molekulare Uhrenanalyse ergab, dass die T. pallidum Kohorte viel älter ist als bisher angenommen. Das neu generierte antike Genom zeigt eine enge Verwandtschaft mit der Bejel-Verursacherin T. pallidum endemicum. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Treponeme viel anpassungsfähiger sind als bisher angenommen. Das Verständnis der Evolutionsgeschichte und Systematik dieser Krankheitserreger würde zukünftige Studien über optimale Strategien zur Vorbereitung auf mögliche Krankheitsausbrüche informieren.

Die Ergebnisse dieser Studie deuten darauf hin, dass Bejel die treponemale DNA am engsten verwandt ist. Dies weist darauf hin, dass die T. pallidum Kohorte viel älter und anpassungsfähiger ist als bisher angenommen.

Die vollständige Studie ist in der Zeitschrift „Natur“ veröffentlicht und kann über den folgenden Link abgerufen werden: https://www.nature.com/articles/s41586-023-06965-x

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