Home Medizin Achtsamkeit schützt vor der dunklen Seite der digitalen Arbeit

Achtsamkeit schützt vor der dunklen Seite der digitalen Arbeit

von NFI Redaktion

Eine kürzlich durchgeführte Studie zeigt, dass Mitarbeiter, die am digitalen Arbeitsplatz achtsamer sind, besser in der Lage sind, Stress, Ängste und Überlastung zu bewältigen.

Forscher der Schools of Psychology and Medicine an der University of Nottingham analysierten Daten aus Umfragen von 142 Mitarbeitern. Die Ergebnisse wurden in einem Artikel in PLUS EINS veröffentlicht.

Die leitende Forscherin Elizabeth Marsh von der School of Psychology erklärte: „Da die Arbeitswelt immer stärker von digitaler Technologie geprägt wird, war es unser Ziel, herauszufinden, wie sich dies auf die Gesundheit der Menschen auswirkt und ob es Möglichkeiten gibt, dies zu mildern. Wir konnten feststellen, dass Achtsamkeit und ein sicherer Umgang mit dem digitalen Arbeitsplatz als wichtige Aspekte für die Förderung eines gesunden digitalen Arbeitsumfelds im 21. Jahrhundert angesehen werden sollten.“

Die Teilnehmer wurden zu ihren Erfahrungen mit den negativen Auswirkungen des digitalen Arbeitsplatzes befragt, darunter Stress, Überlastung, Ängste, Angst vor dem Verpassen und Suchtverhalten. Es zeigte sich, dass Mitarbeiter mit höherem digitalen Selbstvertrauen seltener Ängste im Zusammenhang mit dem digitalen Arbeitsplatz erlebten, während Achtsamkeit die Mitarbeiter vor den negativen Folgen schützte. Interviews bestätigten, wie digitale Achtsamkeit das Wohlbefinden der Arbeitnehmer verbessern kann.

„Digitale Arbeitsplatztechnologien wie E-Mail, Instant Messaging und mobile Geräte tragen nachweislich zur Stresswahrnehmung der Mitarbeiter bei. Es kann zu Stress und Gesundheitsproblemen führen, wenn Mitarbeiter Schwierigkeiten haben, mit den sich ständig weiterentwickelnden digitalen Arbeitsumgebungen umzugehen und anpassungsfähig zu bleiben.“


Dr. Alexa Spence, außerordentliche Professorin für Psychologie

Achtsamkeit bezieht sich auf ein bewusstes und nicht wertendes Gewahrsein im gegenwärtigen Moment. Die Studie zeigte, dass achtsame Mitarbeiter weniger von den negativen Auswirkungen des digitalen Arbeitsplatzes betroffen waren.

Professorin Elvira Perez Vallejos kommentierte: „Unternehmen sollten darüber nachdenken, wie sie mit den Herausforderungen des digitalen Arbeitsplatzes umgehen können, um die psychische und physische Gesundheit der Mitarbeiter zu schützen. Die Förderung eines achtsamen Umgangs mit der digitalen Arbeit kann hierbei sehr hilfreich sein.“ Die Forschung wurde vom ESRC-MGS (Economic and Social Research Council – Midland Graduate School) finanziert.

Quelle:

Zeitschriftenreferenz:

Marsh, E., et al. (2024) Achtsam und selbstbewusst digital: Eine Studie mit gemischten Methoden zu persönlichen Ressourcen, um die Schattenseiten des digitalen Arbeitens abzumildern. PLUS EINS. doi.org/10.1371/journal.pone.0295631.

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