Alex Rühle

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Alex Rühle beim Ernst-Hoferichter-Preis 2022
Alex Rühle (2015)

Alex Rühle (* 1969 in München) ist ein deutscher Journalist und Autor. Er ist seit 2001 Redakteur der Süddeutschen Zeitung.

Leben

Alex Rühle studierte Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, sowie Französisch, Theologie und Philosophie in München, Berlin und Paris.[1]

Bekanntheit als Buchautor erlangte Rühle durch seinen Selbstversuch, für ein halbes Jahr ohne Internet und Smartphone zu leben und zu arbeiten. Seine Erlebnisse dokumentierte er 2010 in dem Buch Ohne Netz.

Im Sommer 2012[2] initiierte er gemeinsam mit Christian Ganzer und Till Hofmann die „Goldgrund Immobilien Organisation“,[3] einen fiktiven internationalen Premium-Bauträger in München. Auch das dazugehörige angebliche Luxusbauprojekt „L’Arche de Munich“ an der Münchner Freiheit und ein „Maklerbüro“ in der Galerie „Truk Tschechtarow“ in Schwabing erregten Aufmerksamkeit.[4] Aus dieser Aktion entstand 2018 das Wohn- und Kulturzentrum Bellevue di Monaco.[5]

2018 veröffentlichte Rühle sein erstes Kinderbuch Zippel, das wirklich wahre Schlossgespenst, 2020 sein zweites Kinderbuch Gigaguhl und das Riesen-Glück.

Positionen

2015 kritisierte er die Kriminalisierung von Schleusern und Schleppern durch die deutsche Justiz und Politik.[6] Seiner Meinung nach sind die meisten Schleuser keine Verbrecher. Die heutige Schleuserarbeit sei mit der Arbeit von DDR-Fluchthelfern wie Burkhart Veigel zu vergleichen.[7]

Bücher

Sachbücher

  • Ohne Netz – Mein halbes Jahr offline. Klett-Cotta, 2010, ISBN 978-3-608-94617-8.
  • Sonja Zekri, Alex Rühle (Hg.): Deutschland extrem – Reisen in eine unbekannte Republik. C. H. Beck, München 2004, ISBN 3-406-50976-2.
  • als Hg.: Megacitys – Die Zukunft der Städte. C. H. Beck, München 2008, ISBN 978-3-406-56806-0.
  • Europa - wo bist du? Unterwegs in einem aufgewühlten Kontinent, München: dtv, 2022, ISBN 978-3-423-28316-8

Kinderbücher

  • Zippel, das wirklich wahre Schlossgespenst. Illustriert von Axel Scheffler, dtv, München 2018, ISBN 978-3-423-76234-2.
  • Traumspringer, dtv junior, München 2019, ISBN 978-3-423-76246-5.
  • Gigaguhl und das Riesen-Glück. Illustriert vom Barbara Yelin, dtv junior, München 2020, ISBN 978-3423762861.
  • Zippel – Ein Schlossgespenst auf Geisterfahrt. Illustriert von Axel Scheffler, dtv junior. München 2021, ISBN 978-3-423-76342-4.[8]

Journalistische Texte

Alex Rühle und weitere Preisträger beim Ernst-Hoferichter-Preis 2021 u. 2022

Preise

Weblinks

Einzelnachweise, Fußnoten

  1. Alex Rühle – Redakteur SZ am Wochenende. In: SZ.de. Süddeutsche Zeitung Digitale Medien GmbH, abgerufen am 25. November 2019.
  2. Registrierung der Domain goldgrund.org am 8. März 2012 laut who.is
  3. www.goldgrund.org
  4. Oliver Hochkeppel: Goldgrund-Aktion gegen Immobilienhaie in München. In: SZ.de. Süddeutsche Zeitung Digitale Medien GmbH, 20. Oktober 2013, abgerufen am 25. November 2019.
  5. Jasmin Menrad: Bellevue di Monaco will Sportplatz auf dem Dach der Müllerstraße bauen. In: Abendzeitung München. Abgerufen am 4. Juni 2018.
  6. Alex Rühle: Das Flüchtlingsverbrechen, in: Süddeutsche Zeitung Nr. 49, 28. Februar/1. März 2015, S. 17.
  7. Alex Rühle: Das Flüchtlingsverbrechen, in: Süddeutsche Zeitung Nr. 49, 28. Februar/1. März 2015, S. 17.
  8. Süddeutsche Zeitung: Schlossgespenst auf Geisterfahrt. Abgerufen am 6. Januar 2022.
  9. Leipziger Lesekompass 2019: Diese Bücher bringen Kinder zum Lesen. In: Stiftung Lesen. 21. März 2019, abgerufen am 25. November 2019.
  10. https://ru.muenchen.de/2022/5/Ernst-Hoferichter-Preise-an-Fee-Felicia-Brembeck-und-Alex-Ruehle-99457