Aleksandr-Men-Preis

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Der Aleksandr-Men-Preis wurde von der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart und der Allrussischen Bibliothek für Ausländische Literatur in Moskau gestiftet und seit 1995 für die interkulturelle Vermittlung zwischen Russland und Westeuropa verliehen. Der mit 2.600 Euro dotierte Preis wird in Erinnerung an den russisch-orthodoxen Religionsphilosophen Aleksander Men ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:ISO15924:97: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) vergeben, der 1990 unter ungeklärten Umständen ermordet wurde. Bis 2011 wurden mit dem Preis abwechselnd deutsche und russische Persönlichkeiten ausgezeichnet, 2013 ging er erstmals an eine Organisation.[1]

Der Religionsphilosoph, Priester und Dissident Alexander Men zählt zu den führenden russisch-orthodoxen Theologen des 20. Jahrhunderts. Men wurde seit den 1960er Jahren vom KGB überwacht. Nach dem Ende der Sowjetunion gewann er große Popularität, wurde jedoch von russischen Nationalisten und Antisemiten wegen seiner jüdischen Herkunft und ökumenischen Auffassungen angefeindet.

Am 9. September 1990 wurde er in Moskau frühmorgens auf dem Weg zur Kirche von einem Attentäter mit einem Beil erschlagen. Die Regierung setzte eine Untersuchungskommission ein, deren Ergebnisse nie vorgelegt wurden. Der Vorsitzende der Kommission wurde getötet.

Liste der Preisträger

Weblinks

Einzelnachweise

  1. a b Goethe-Institut Moskau erhielt Alexander-Men-Preis (Memento vom 24. September 2015 im Internet Archive) germania.diplo.de. Abgerufen am 8. August 2015.